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Hallo mein lieber DIY-Begeisterter,

der Herbst-Junge hat da so einen Hoodie. Den hat er jetzt schon über ein Jahr (und ja, er passt immer noch), aber vielleicht nur 3 Mal angehabt. Einfach weil das Anziehen so mühsam ist, denn das Design gefällt ihm ausgesprochen gut. Schade! Aber der kleine Mann hatte eine echt gute Idee: “Mama, machst du meinen Pulli zur Jacke?” Und so kam ich in’s Grübeln wie das denn geht. Eine Onlinerecherche brachte nichts, alles nur ohne Kapuze. Also hab ich mal getüftelt, geschwitzt und für dich gleich mit geknipst. Damit du jetzt eine Anleitung dazu hast. 😉

Hoodie zum Zipper – was du benötigst

Jetzt aber zum Tutorial! Um deinen Hoodie zum Zipper umzuändern benötigst du folgendes:

Hoodie zum Zipper – Maß zum Reißverschluss berechnen

Den Reißverschluss musst du individuell zu deinem Hoodie berechnen. Messe hierzu am Vorderteil mittig vom Saum des Hoodies bis zum Beginn der Kapuze mittig. Dieses Maß bestimmt die Länge deines Reißverschlusses. Achte darauf, dass es ein teilbarer Reißverschluss ist. Tipp: Du kannst auch einen Zwei-Wege-Reißverschluss verwenden, so kannst du z. B. bei längeren Hoodies oder Hoodie-Kleidern von unten auch öffnen.

Hoodie zum Zipper – so wird’s gemacht

Wie genau du deinen Hoodie zum Zipper umändern kannst, zeige ich dir nun hier im Beitrag. Wenn du noch weitere Fragen dazu hast, kannst du mir gerne hier einen Kommentar hinterlassen, mir mailen oder über die verschiedensten SocialMedia-Kanäle Kontakt mit mir aufnehmen. Ich helfe dir so schnell wie möglich weiter!

1. Position des Reißverschlusses ermitteln

Bitte falte deinen Hoodie sauber mittig (in den Bruch) zusammen. Achte darauf, dass sowohl Vorder- und Rückteil ohne Falten liegen und du genau die Mitte triffst. Überprüfe nochmals ob die Seitenkanten ebenfalls bündig sind und die Nähte ebenfalls aufeinander treffen der rechten und linken Seite. Tipp: drehe den Hoodie auf die linke Seite, so hast du die Markierungen innen.

2. Markieren und Schneiden der Reißverschlussposition

Jetzt nimmst du dir einen Markierstift und markierst dir die Mitte während der Hoodie noch so wie in Schritt eins liegt. Anschließend faltest du ihn auf und zeichnest dir die Linie nochmals gerade und mit Lineal oder Maßband gerade nach. Anschließend schneidest du beginnend von unten nach oben den Hoodie auf. Wenn deine Kapuze überpappend ist, scheide diese nicht einfach auf sondern stoppe an der Naht des Vorderteils. Gehe dann weiter in Schritt 3. Tipp: Wenn du ein Motiv oder einen Spruch darauf hast, achte darauf das du möglichst dieses auch mittig triffst. Das Motiv wird dann mittig geteilt.

3. Kapuze öffnen

Wenn deine Kapuze wie hier bei mir überlappend genäht ist benötigst du nun deinen Nahttrenner. Juhu! Öffne die Naht nun an den überlappenden Stellen.

Steppe mit einem Geradstich nun (am Besten in passender Garnfarbe und nicht wie ich in einer auffallenden fürs Tutorial) die geöffnete Kapuzennaht bis zum geöffneten Bruch wieder zusammen. Beidseitig. Am Anfang und Ende bitte das Verriegeln nicht vergessen. Außerdem solltest du die bestehende Overlock-Naht ebenfalls verriegeln. Entweder mit einem Absteppen der Naht oder du verknotest die Fäden der bestehenden Naht.

So sollte es jetzt von der rechten Seite deines Fast-Zippers aussehen.

4. Reißverschluss einnähen

Lege deinen Reißverschluss nun an die geöffnete Bruchkante und stecke ihn beginnend von unten fest. Wichtig ist, dass du die Kante nicht einklappst und den Reißverschluss nur einfach darunter schiebst. Die aufgeschnittene Stoffkante bleibt also sichtbar. Sonst kannst du die Kapuze später nicht ordentlich einnähen bzw. versäubern. Und wenn du eine Applikation oder Aufdruck hast, verlierst du sonst einen Teil und das sieht unschön aus. Tipp: Wenn dein Reißverschluss (wie bei mir) doch nicht lang genug ist, kannst du unten einen gleichmäßigen Abstand lassen.

Klappe dir das obere Ende des Reißverschlusses so weg wie im Bild und steppe dann von unten nach oben den Reißverschluss, am Besten mit einem Reißverschlussfuß, ab. Hier kannst du gerne einen elastischen Stick verwenden. Es sollte aber auch ein einfacher Geradstich funktionieren. Widerhole dieses Prozedere an der anderen Seite. Tipp: Beginne auch hier wieder von unten nach oben und kontrolliere, dass beide Reißverschlussteile auf gleicher Höhe starten und enden. Und nicht wie bei mir mit ca. 3 mm Unterschied. 😛

5. Kapuze versäubern – zwei Varianten

Dies ist nur relevant, wenn deine Kapuze überlappend war. Wenn sie das nicht war, bist du nämlich fertig! Super! Herzlichen Glückwunsch zum neuen Zipper!

5 a) Kordelzug

Wenn du eine Kordel bereits in der Kapuze hast, kannst du nur diese Variante verwenden. Wenn du gerne nun eine Kordel möchtest, ebenfalls.

Ziehe einfach eine Kordel mit einer Sicherheitsnadel durch den offen liegenden Tunnel der Kapuze. Wenn du bereits eine Kordel hast, hast du nichts weiter zu tun. Wenn du dast erledigt hast, bist du fertig! Super! Herzlichen Glückwunsch zum neuen Zipper!

5 b) Kapuze versäubern

Wenn du gerne deine Kapuze auf dem selben Niveau haben möchtest sie die Schnittkante deines ehemaligen Hoodies gehst du nun wie folgt vor.

Klappe den ganzen Kapuzenteil, der wei ein Tunnel aussieht, bis zur Höhe der Schnittkante deines Vorderteils ein und stecke es ein Mal rund herum ab.

Tipp: Achte dabei darauf, dass das obere Ende des Reißverschlusses (welches du umgeklappt hast) gut in der  Kapuze verschwindet.

Steppe nun ein Mal rings herum die Kapuze fest. Achte dabei darauf, dass du dabei weit genug innen absteppst.  Tipp: Dekorativ kannst du nun auch nochmal eine weitere Naht auf Höhe der Reißverschluss-Steppnaht nähen. Bei mir die äußere Naht.

Wenn du fertig abgesteppt hast, bist du ebenfalls nun fertig! Super! Herzlichen Glückwunsch zum neuen Zipper!

Der kleine Herbst-Junge ist hellauf begeistert und nun hat er wieder eine Dino-Jacke, denn seine selbst genäht wird allmählich echt zu klein! Herr Tiger findet es auch klasse und meinte allerdings nur, warum ich denn nicht eine dunkelblaue Naht gesetzt habe. So ist das doch schon echt knallig. 🙂 Und das Winter-Mädchen? Dem ist die Kleidung des Bruders herzlich egal, ihre allerdings nicht und so komme ich bestimmt bald zum nächsten Tutorial. Einem süßen Tüll-Rock für kleine Feen und solche, die es werden wollen.

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