Hallo mein lieber DIY-Begeisterter,

nähen für’s Baby, und insbesondere für Babymädchen, ist schon was tolles, oder? So kleine, süße Sachen. Und dann kann man sich da kreativ tüdelig sehr austoben, gerade bei Mädchen. Es sind Stoffe, Farben und Muster erlaubt, davon träumt man als Erwachsener oftmals. So auch der neue Softshellanzug für’s Wintermädchen! Das ist wirklich ein kleiner Traum und mit kleinen, verspielten Akzenten richtig schön mädchenhaft (obwohl es das durch die Farbgebung ja eh schon war).

Eigentlich haben wir ja genug Outdoorkleidung, so dachte ich. Aber der genähte Jollyjumper aus Wollwalk und der genähte Jollyjumper aus dem gespenstischen Softshell passen beide nicht mehr bzw. noch nicht. Und da dachte ich, der aus Softshell würde passen. Aber ich habe, gemäß Vorschlag wenn man aus Softshell näht, damals gleich die 80/86 für den Herbstjungen genäht. Für den war das nicht so dramatisch, da er mit 68/74 damals in den Frühling gestartet ist. Aber das kleine Wintermädchen ist jetzt noch mitten in der 62 und auch wenn sie schon recht lang ist, der war einfach ein paar Nummern zu groß.

Also dachte ich mir, was solls! Bestell einen richtig süßen Mädchensoftshell und näh einen neuen. Gar nicht so einfach einen süßen und außergewöhnlichen Softshell zu finden. Ich wollte nix mit Prill-Blümchen und auch nix Unifarbenes. Aber ich bin dann schließlich (unbezahlte und unbeauftragte Werbung) bei Takoy fündig geworden. Da gibt es echt tolle Motive und der ein oder andere hätte mir auch noch sehr gut gefallen für sie, für ihn oder für mich. 🙂

Das Nähen gestaltete sich schwieriger. Den Schnitt gedruckt, geklebt und zugeschnitten hatte ich ziemlich schnell. Auch die Stoffe zurechtgelegt und geschnitten. Aber das Nähen war so eine Sache. Termine beim Kinderarzt hier, Termine für die Rückbildung da und dann ging es ja immer nur an drei Vormittagen wenn der Herbstjunge im Kindergarten und das Wintermädchen gut drauf oder schlafend war. Ja, schlafend ist für sie gar kein Problem! Egal ob Overlock oder Nähmaschine. Aber sie muss dafür draußen gewesen sein und schlafend im Kinderwagen oder Autositz reinkommen oder in der Trage schlafen. Schon mal mit Baby in der Trage genäht, wenn man hinter sich eine Wand und vor sich einen Tisch hat? Echt beengend! *lach*

Und dann kam die Info, das Schulen und Kindergärten geschlossen bleiben sollen. Eigentlich wollte ich an diesem Freitag Vormittag den Anzug fertig nähen. Aber dann bin ich mit dem Wintermädchen, es war gerade erst neun Uhr, schnell zum Einkaufen. Damit wir unseren Wocheneinkauf zusammen haben und obwohl wir so schnell dran waren, haben wir viele leere Regale vorgefunden. Dann kam die erste Woche mit beiden Kindern 24/7 zu Hause. Das Wetter war bombig und das kleine Wintermädchen hat dann doch den gespenstischen Anzug angehabt. Ihr passender war ja noch nicht ganz fertig. Nur das Innenleben.

Denn ja, ich habe ihn dieses Mal gefüttert. Denn der Softshell sollte innen grau sein war aber weiß und das hat mir nicht gefallen. Also habe ich den schönen brombeerefarbenen Jersey mit Tropfen angeschnitten. Dazu gab es dann auch noch eine passende Lybstes Beanie für den Frühling und Sommer. Die ist auch noch etwa zu weit. Aber da habe ich etwas in die Zukunft geplant. Und sie hat noch die des Herbstjungen mit Mammuts drauf.

Ich habe mich für die Zwergenmütze entschieden und nicht rund genäht, gerade bei Mädchen finde ich die nämlich cooler. Weil man da so schön ein paar Fransen einarbeiten kann. Habe ich bei der Mütze im Übrigen auch gemacht. 😉 Der Reißverschluss ist grau mit Regenbogenfarben an den Zacken und den Zicker habe ich noch mit Jerseynudeln aufgehübscht. Die Kombination aus Reißverschluss, dem Softshell, dem brombeerefarbenem Jersey und dem rosa-melierten Bündchen ist einfach nur genial und ich bin sehr, sehr zufrieden damit.

An den Taschen habe ich noch etwas eierschalenfarbene Spitze angebracht, die ist noch von meiner Oma und da habe ich unmengen an Tüdelkram noch. Wenn das neue Nähzimmer fertig ist und ich auch noch alle Möbel dafür geliefert bekommen werden kann im April (wer weiß, was das Jahr noch bringt…) kann ich endlich wieder alles schön übersichtlich einräumen. Und mehr davon verwenden ohne lange und umständlich suchen zu müssen. Gerade ist die Nähsituation nicht so berauschend. Auf- und Abbau und dann noch in einem Abstellraum alles rein geschmissen so das ich an nix ran komme. Arg!

Ich hoffe jetzt, es wird in den kommenden Tagen wieder so warm wie es in der letzten Woche war. Woche 1 im Katastrophenszenario war nämlich wirklich toll. Wir waren viel draußen und draußen im Garten ist es einfacher für den großen Herbstjungen. Das Wintermädchen mag es auch lieber und kann gut schlafen. Nur für die Bewegung des Babys muss ich mir noch was einfallen lassen draußen. Decke auf dem immer noch frühlingshaft kalten Boden wollte ich nicht wirklich. Und da sie im Fahrradanhänger in der Babyschale rausgeht und nicht in der Babywanne des Kinderwagens, ist sie da mehr eingeschnallt und mit Rühren ist da nicht sooo viel. Wie hast du das denn gelöst?

Auf passende Schuhe aus Softshell habe ich dieses Mal verzichtet. Dafür kann sie die schönen Fellboots anziehen, die ich damals dem Herbstjungen im Winter gekauft hatte und ihm – er hat einfach viel zu große Füße damals schon gehabt – nicht wirklich gepasst haben. Außerdem habe ich erst nicht an die Softshellschuhe gedacht und dann am letzten Freitag, als ich den Mittagsschlaf der beiden Kinder sowie dann später das Arbeitsende im Homeoffice des Mannes, genutzt habe war ich nur froh, das der Anzug fertig wurde. Ohne Fehler und viel Auftrennerei.

Wobei ganz fehlerfrei ist er nicht. Der Kinnschutz ist leider etwas eingenäht worden als ich das Innenfutter an den Softshell genäht habe. Aber naja, das ist nicht so schlimm und fällt – wieder mal – nur mir auf. Der Reißverschluss ist eh selten bis ganz oben zu. Da fehlt den Babys einfach der Hals für, bzw. die Ausprägung der Muskeln am Hals. 🙂

Ich bin auch froh, dass ich mal was bloggen konnte und Lust dazu hatte. Das Wintermädchen schläft in der Trage, der Herbstjunge rennt im ersten Stock mit dem Papa herum (und ist glücklich, denn mit Mama daheim ist es blöd! *augenverdreh*) und ich habe tatsächlich einen Beitrag geschafft. Jetzt muss ich nur noch … gefühlt tausend … Beiträge überarbeiten, damit das Bilderchaos hier beseitigt ist.

Es wurde leider ein Plugin abgeschaltet und das ist dafür verantwortlich, dass die Verlinkung aus meinem dezentralen Photo-Webspace nicht mehr funktioniert. Jetzt heißt es alle Bilder dort runterladen und hier in die Beiträge reinladen sowie die Beitragsbilder für die Ansicht in der Suche einfügen. Ich bin schon gespannt, wie das dann fertig aussieht. Denn ich habe dem Blog ja auch ein neues Aussehen vor Kurzem verliehen. Ist dir das aufgefallen?

Ich hoffe, dir geht es gut. Bleib gesund und #stayathome!