Freitag, 11. Januar 2019

[häkeln] die komplette Temperaturdecke 2018

Hallo mein lieber DIY-Begeisterter,

ein Jahr und 8 Tage später präsentiere ich dir … dadadadam, Trommelwirbel, tusch … die fertige Temperaturdecke 2018! Denn vor diesem Zeitraum habe ich das erste Mal über mein Projekt berichtet. Viel ist in diesem Jahr passiert, es war auf jeden Fall bunt … und heiß! Ich habe viel gelernt, nicht nur über das Häkeln. Und meine Erfahrungen zur Temperaturdecke und dem täglichen Häkeln von einer Reihe möchte ich dir jetzt gerne weitergeben.

 

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Temperaturdecke – die Anfänge

Wenn du dich dafür interessierst, was eine Temperaturdecke ist dann schau unbedingt mal in meinem Beitrag von vor einem Jahr hier. Da erzähle ich dir etwas darüber und verweise auch auf den Beitrag von fuchsgesteift.de, denn von der lieben F2 kam die Idee. 😉

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Und wenn du dich dafür interessierst, wie meine Decke gewachsen ist … dann schau doch mal HIER die einzelnen Beiträge durch oder auf der Aufstellung hier unten auf Facebook mit dem täglichen Wachstum.

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Temperaturdecke – die erste Jahreshälfte

Eigentlich wollte ich ja eine lange Decke häkeln, aber ich stellte schnell fest das meine Breite von 120 cm einfach nicht ausgereicht hat. Zumal sich die Decke auch irgendwie zusammengezogen hat und teilweise dann auch schmäler wurde. Woran das genau lag kann ich nur vermuten. Ich schreibe es meinem unerfahrenem Häkeln zu. 🙂 Deshalb entschloss ich mich für zwei Halbjahresdecken, die ich dann im Januar zusammenfügen wollte. Auf dem Bild oben siehst du also die erste Jahreshälfte. Das Jahr hat im April einen abrupten Sprung von blau zu rosa gemacht. Du erinnerst dich bestimmt noch gut an den heißen Sommer und Frühling, oder? 😉

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Temperaturdecke – die zweite Jahreshälfte

Und die zweite Jahreshälfte siehst du jetzt auf diesem Bild oben. Hier ist der Sprung von warm zu kalt deutlich weicher. Aber das Blau hält sich etwas im Hintergrund und erstreckt sich in seiner Fülle nur über fast zwei Monate. Der Oktober ist übrigens mein Schmuckstück und den mag ich so ziemlich am Liebsten vom Farbverlauf. Den zeige ich dir unten auch nochmal deutlicher. Der ist einfach toll!

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Temperaturdecke – das Zusammenfügen

Wie du auf dem Bild oben jetzt siehst sind die Hälften zwar gleichlang (das war ja etwas meine Befürchtung, dass das nicht der Fall sein wird), aber nicht gleich breit! Die erste Hälfte ist um ca 10 cm schmäler. Aber es sind genau die gleichen Maschen und die genau gleiche Häkelart bei beiden Hälften. Es liegt wohl wirklich daran, dass ich als Anfänger bei der ersten Hälfte noch etwas verkrampft war. Denn die hatte sich auch sehr stark zusammengezogen, die zweite Hälfte habe ich lockerer gehäkelt … da war ich dann schon voll drin … und siehe da! Sie zog sich nicht zusammen und war größer. Fällt jetzt aber nicht so deutlich auf, wenn sie ausgebreitet ist.

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Das Zusammenfügen der beiden Hälften war etwas anstrengend. Irgendwie hab ich das nicht kapiert, wie das geht! Dann hab ich es drei Mal mit der Häkelnadel mit verschiedenen Tutorials versucht. Ein Mal mit einer Stopfnadel und dann doch gehäkelt. Das sieht dann auf der einen Seite recht versteckt aus (Bild oben) und auf der anderen Seite wie bei Espadrilles die Naht (Bild unten). Das gefällt mir jetzt nicht so wirklich. Aber ich hatte keine Lust mehr weitere Fehlschläge zu fabrizieren und Herr Tiger war auch schon mehr als angenervt von der Decke. 🙂

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Ich habe dann auch noch die ganze Decke mit ganzen Stäbchen in beige umhäkelt. Das war auch nochmal eine Arbeit von ca. 3 Stunden. Uff! Aber die Arbeit hat sich definitiv gelohnt! Bei den Zacken war es vor allem beim Abnehmen anstrengend. So viele Schlaufen auf der Häkelnadel! Da ist öfter mal eine auch davon gerutscht und ich musste nochmal von vorne beginnen.

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Die Geraden waren an und für sich leichter zu häkeln, aber die einzelnen Reihen so ohne Maschenglied zu definieren war auch wieder schwierig. Teilweise sind die Stäbchen dichter aneinander und teilweise mit größeren Lücken. Aber es passt für mich und sieht gut aus!

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Temperaturdecke – der zeitliche Aufwand

Ich habe natürlich nicht täglich geschafft zu häkeln, das habe ich auch in den einzelnen Beiträgen schon geschrieben. Tägliches häkeln wäre an und für sich entspannter an manchen Tagen gewesen, aber vom Zeitaufwand war es eigentlich ja auch wurst. Denn jede Reihe benötigt in etwa die selbe Zeit. Ob ich die jetzt täglich oder eben alle paar Tage gesammelt häkle.

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Pro Reihe habe ich ca. 15 Minuten benötigt. Bei 365 Tagen/Reihen macht das eine Zeit von 91 Stunden und 15 Minuten. Das sind 3,8 Tage! Plus 3 Stunden der Umrandung … macht es fast 4 Tage meines Lebens. Das ist schon eine stolze Summe, oder?!

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Temperaturdecke – der Verbrauch der Wolle

Ich habe mit 11 Farben gehäkelt und habe pro Farbe anfangs zwei Knäuel gekauft. Also 22 Knäuel. Ich habe aber auch nochmal drei oder vier Mal ein paar Farben nachbestellt. Wie viele Knäuel ich jetzt genau verwendet habe, kann ich dir gar nicht sagen! Es müssten so um die 30 bis 35 gewesen sein, schätze ich. Wobei sich das auch ganz einfach ausrechnen lässt.

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Denn die Schachenmayr Bravo hat pro Knäuel ein Gewicht von 50 g und 133 Meter Lauflänge. Meine Decke ist satte 1712 g schwer! Ja, das ist schon einiges an Gewicht! Und dann komme ich auf 34,24 Knäuel. Gut geschätzt, oder? *lach* Das macht übrigens eine Länge der Wolle von 4553,92 Meter (das sind 4,6 km!!!). Das finde ich jetzt noch viel krasser! Das ist die Strecke, die ich normalerweise mit dem Terrortiger täglich gehe! Jetzt gerade im Winter nicht täglich, aber am Wochenende schon. 😉

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Temperaturdecke – wie groß ist die Decke jetzt?

Kommen wir zum nächsten interessanten Punkt, oder?! Die Decke ist jetzt mit beiden Hälften zusammengefügt und umrandet stolze 155 cm auf 240 cm. Die Länge der Halbjahre ist 155 cm. Und die Breite der beiden Deckenhälften zusammen ergibt die 240 cm. Ursprünglich sollte sie ja mit nur einer Hälfte 245 cm auf 120 cm werden. Aber das wäre echt ein Schlauch geworden, hätte ich so weitergemacht! So ist sie jetzt richtig schön groß und wir passen alle drei auf der Couch gekuschelt drunter. Schön warm ist sie auch und ich liege fast jeden Abend unter ihr, wenn der kleine Terrortiger selig schläft.

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Temperaturdecke – wie fand ich das Projekt?

Ich habe ja jeden Monat schon ein bisschen darüber geschrieben. Zunächst war ich sehr begeistert und voll motiviert. In der zweiten Jahreshälfte wurde die Motivation dann aber immer geringer und es war oft auch nur ein zähes durchkämpfen. Einfach weil ich nicht aufgeben wollte. Sogar an Silvester hatte ich einen Rückstand von sechs Tagen. Aber ich habe mich dann durchgebissen, Herrn Tiger mit dem Terrortiger alleine zum Spazieren geschickt und die restlichen Reihen dann abends erledigt während das Silvesteressen geköchelt hat. Es ist kein locker-flockiges Projekt. Du musst da am Ball bleiben! Und ein gutes Durchhaltevermögen haben. Einige der Mitstreiter/innen sind auf der Strecke irgendwann geblieben in der Gruppe, einige arbeiten noch daran und ein paar starten sogar dieses Jahr neu (mit und ohne fertiger Decke).

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Ich persönlich fand das Projekt ein richtiges Mammutprojekt. Bin aber sehr froh, dass ich dabei war und es auch bis zum Schluss fertig geschafft habe. Es hat Spaß gemacht und das Gefühl, als sie endlich fertig war! Das war einfach nur WOW! Erleichterung, Glück, unendliche Freude und auch ein bisschen Wehmut! Denn jetzt war sie fertig und irgendwie hat sie mich dann ja doch ein Jahr täglich begleitet. Diese Decke war mein bislang aufwändigstes Projekt, das wurde mir jetzt beim Schreiben des Beitrags auch erst so richtig bewusst. 4 Tage, 4,6 km Wolle, fast 35 Knäuel! Irre!

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Temperaturdecke – würde ich nochmal?

Noch einmal ein erstes Mal, ja. Noch einmal ein zweites Mal? Aktuell muss ich dazu NEIN sagen. Aber sag niemals nie, oder? Wobei Herr Tiger mich dann vermutlich mit den 4,6 km Wolle einwickeln würde! *lach* Zum Ende hin war er nämlich langsam auch schon sehr genervt von der Decke. Weil ich ständig sagte: “Ich muss noch häkeln, aber ich mag nicht!” oder “Ich hänge schon wieder so und so viele Tage zurück!” Allerdings habe ich in 2018 noch eine weitere Jahresdecke gleichzeitig gemacht. Die Regenbogen-Lebensjahr-Decke des Terrortigers erstem Lebensjahr. Die stelle ich dir dann auch noch ganz bald vor. Bislang habe ich damit nämlich auch noch gewartet. Aber sie ist zu schön um sie dir nicht zu zeigen auf dem Blog. Auf dem Bild unten siehst du sie schon ein bisschen. 😉

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So und jetzt du! Wie findest du sie? Wie findest du meinen Beitrag? Fehlt dir was? Hast du auch eine gemacht oder würdest du auch eine Temperaturdecke machen?

4 Kommentare

  1. Respekt, dass du sie fertig gehäkelt hast und ich finde sie so sehr hüsch und der Rand schließt sie toll ab. Für mich wäre ein Häkelprojekt nichts, aber ich will auf jeden Fall einmal einen Jahresquilt nähen. Aber dann, wenn ich mehr Zeit dafür habe. Liebe Grüße und ich bin gespannt auf die Tigerdecke Ingrid

    1. Liebe Ingrid, ja verstehe ich! So ein Projekt ist echt eine Mammutsache! Und man braucht echt Zeit dafür… ?

  2. Karin sagt:

    Liebe Eva!
    Sehr schön ist sie geworden, deine Temperaturdecke. Und meine Hochachtung fürs Durchhalten. Du kannst stolz auf dich sein. Es ist ein tolle Projekt, aber nicht für mich :-). Nicht weil ich nicht häkeln kann, sondern weil mir dabei, wie auch beim stricken (dabei bräuchte ich dringend wieder selbstgestrickte Socken), die Hände einschlafen. Und weil ich auch zur Zeit total auf Patchwork stehe 🙂
    Alles Liebe für Dich und Deine 2 Tiger
    Karin

    1. Liebe Karin,

      Danke! Oh je, das ist dann natürlich auch nicht schön, wenn die Hände einschlafen. ? Herzlichst Eva

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