Mittwoch, 3. Oktober 2018

[Mama] Kita-Kind – ein kleiner Einblick

{Werbung: Probe-/Designplotten, unbezahlt sowie unbeauftragt*}

Hallo mein lieber DIY-Begeisterter,

heute ist ein besonderer Tag, denn die Eingewöhnung in der Kita ist vorbei und heute wäre der erste Tag an dem der Terrortiger ganz normal und regulär in die Kita gehen würde, wenn nicht Feiertag wäre. (Irgendwie haben Erzieherinnen und ich das letzte Woche nicht überrissen und wir haben alle bis Mittwoch gesagt 😂) Ich habe es dir ja schon angekündigt und möchte dir heute von der Eingewöhnung erzählen. Wie es ihm und mir damit ging, die Höhen und Tiefen und ein paar Tipps für dich vielleicht, wie du und dein Kind das auch “locker vom Hocker” schaffen können!

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Wir haben am dritten September unseren ersten Tag in der Kita gehabt und der Morgen fing eigentlich ganz normal an. Aber ich war dennoch nervös! Wie reagiert er wohl, wie wird das? Und wie wird es mir damit gehen? Ihn so ganz alleine zurück zu lassen – bei Leuten, die er ja eigentlich noch kaum kennt? Ich habe mir aber – und das würde ich dir auch raten – von dem ganzen Gefühlstumult versucht nichts anmerken zu lassen. Den Morgen ganz normal gestaltet, die Küche aufgeräumt, Frühstück gemacht, noch etwas gespielt. Also alles ganz normal viel gelacht und gescherzt mit ihm.

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Dann habe ich ihn viel zu früh angezogen und um 8:40 Uhr sind wir ins Auto gestiegen. Wir hätten um 8:00 Uhr in der Gruppe sein sollen und die Fahrt dauert keine 5 Minuten. Oh je! Natürlich waren wir zu früh, aber ich habe ihn dann in Ruhe umgezogen. Schuhe aus, Schuhe an und so, alles verstaut und ihm auch den Flur, sein kleines Tiersymbol und auch den Wickelraum gezeigt. Das fand er schon ganz lustig! Und dann saßen wir noch ein paar Minuten einfach nur so rum, einfach weil wir viel zu früh dran waren und seine Erzieherin noch nicht da war. Ihr Arbeitsbeginn ist eben auch erst um 8:00 Uhr. 🙂

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Der Tag in der Kita war eigentlich ganz schön und es machte ihm Spaß. Nach einer Stunde gingen wir wieder und so ging es die ganze Woche weiter. Er faste schnell vertrauen, fand Lieblingsspielzeuge und zum Ende der Woche habe ich mich auch langsam im Raum von ihm abgeseilt und bin in eine Ecke mit einem Mama-Stuhl gegangen. Am Montag darauf haben wir das auch noch so gemacht und am Dienstag sollte ich ihn dann für 15 Minuten verlassen.

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Das viel mir schon deutlich schwerer! Aber ich habe ihm gesagt, dass ich jetzt kurz gehe und ihn gedrückt und geküsst und dann bin ich einfach raus. Er hat das an diesem Tag gar nicht so registriert und einfach weitergespielt. Nach den 15 Minuten gingen wir dann heim. Am nächsten Tag waren es 30 Minuten, da hat er es aber schon beim Gehen gemerkt und kurz geweint. Das härteste ist dabei wirklich, dass du als Mama einfach gehst. Ohne umdrehen, ohne trösten – einfach GEHEN! Er hat sich dann auch tatsächlich recht schnell beruhigt und es war alles gut. Am Donnerstag haben wir es dann auf 45 Minuten erhöht und das lief auch wieder gut. Freitag habe ich ihn dann nur abgegeben und bin gegangen. Da hat er schon geweint!

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Das war so ziemlich einer der härtesten Momente für mich! Einfach gehen in die Küche der Kita und warten, ihn so traurig und weinend zurücklassen. Er hat auch ein paar Minuten geweint, aber er lässt sich wohl recht gut ablenken. Die erste richtig lange Trennung war somit ein voller Erfolg! Am Montag haben wir es wieder so gemacht. Aber da war er so gar nicht gut drauf und die letzten 15 Minuten hat er eigentlich nur geweint! Allerdings war ein weiterer Kleiner zur Eingewöhnung dabei, der eben auch die ganze Zeit geweint hat. Sie haben sich also gegenseitig hochgespielt. Weshalb wir dann am Dienstag wieder eine Stunde gemacht haben. Der andere Kleine musste dann nach den ersten 15 Minuten gehen und mein kleiner Terrortiger blieb. Ohne Probleme eine ganze Stunde! Ein voller Erfolg!

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Mittwoch durfte er dann bis 9:30 Uhr bleiben und mit den anderen Kindern frühstücken. Und für mich als Mama war das wieder eine Hürde mehr! Denn ich war ja immer diese eine Stunde in der Kita, wenn auch in einem anderen Raum. An diesem Mittwoch bin ich aber also das erste Mal ohne ihn heimgefahren. Es war schon ein echt komisches Gefühl mit dem Auto ohne Kind an der Kita vorbeizufahren und heimwärts zu tigern. Die Kita ist im Nachbardorf (wobei das auch zu unserem Dorf organisatorisch gehört) und bei der Ausfahrt des Nachbardorfes war das komische Gefühl weg. Ich habe mir einfach gesagt, dass er es dort gut hat und er es mag! Er bekommt etwas zu essen und das ist für ihn immer eine große Sache. Das Essen! Und wenn etwas ist, dann bin ich in fünf Minuten bei ihm. Daheim angekommen wurde mir dann nochmals gewusst, dass ich in dem großen Kasten das erste Mal seit über einem Jahr ganz alleine bin. Bislang war immer jemand da. Eigenartig …

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Pünktlich um 9:30 Uhr habe ich ihn abgeholt. Da saßen sie noch am Tisch, waren aber schon fertig. Er hatte ein Lätzchen um (das hat er bei uns schon länger nicht mehr zugelassen), hatte drei Schüsseln Joghurt gegessen (das erste Mal für ihn) und als er mich sah hat er gleich das Winseln angefangen. Der Tag war aber sonst gut für ihn und er war glücklich. Uff! Donnerstag haben wir dann gleich eine weitere Stunde erhöht und so durfte er noch mit in den Garten. Da war es für ihn einfach großartig und er hat, als ich ihn abgeholt habe, mich eigentlich sogar ignoriert. Klar, er war im Sandkasten und das liebt er ja total! Ich musste ihn dann aus dem Sandkasten fangen und am Freitag durfte er bis vor dem Mittagessen bleiben. Auf dem Heimweg ist er mir dann gleich eingeschlafen im Auto, so K.O. war er vom Tag. Jeden Morgen hat er aber nach wie vor geweint, nur kurz aber das war immer so ein kleiner Stich für mich!

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Die vierte Woche startete dann wieder ganz normal bei uns morgens und er durfte bis nach dem Mittagessen bleiben. Er hat ein Gläschen Brei mitbekommen und das lief echt gut. Er hat fleißig gegessen und war beim Abholen aber schon eingeschlafen. Zwei Minten bevor ich gekommen bin. Also haben wir ihn – es war der erste richtig kalte Herbsttag – dick in eine Decke gewickelt und ihn ins Auto gebracht. Seine Erzieherin hat mir mit den ganzen Sachen geholfen und das war total lieb. Am Dienstag hat er dann das erste Mal dort geschlafen. Also war er dann bis 14 Uhr dort. Morgens hat er wie immer geweint und als 12 Uhr immer näher gerückt ist, wurde ich soo nervös. Aber völlig grundlos! Denn er war innerhalb von ein paar Minuten eingeschlafen und als ich ihn abgeholt habe war er richtig gut drauf und hat gespielt.

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Der zweite Tag mit dem Mittagsschlaf lief wohl nicht so gut. Er hatte wohl etwas Bauchweh und konnte nicht einschlafen. Er blieb dann länger lach und ist erst um 13:20 Uhr eingeschlafen. Als ich gekommen bin, schlief er noch und so wartete ich in der Küche darauf, dass ich mit ihm heimfahren konnte. Der Donnerstag war dann ein kleiner Lichtblick morgens! Denn als ich ging hat er nicht geweint! Das war soo schön! Und vor allem hat es mir auch gut getan! Ich habe genau auf diesen Moment gewartet und da war er. Toll! Meine Nachbarin meinte ein paar Tage eher zu mir, dass er mir so sagt “Mama, ich liebe dich!” und das hat die Tage davor das alles schon leichter gemacht. Aber natürlich ist es schöner, wenn man geht und er eben NICHT weint.

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Die Kita, in der er ist, ist wirklich gut. Sie gehen individuell auf meinen Schatz ein und er fühlt sich auch tagsüber richtig wohl. Er hat schon so viele Fortschritte gemacht, die er nur durch das dort spielen und sehen bei anderen Kindern gelernt hat. Und ich muss sagen, wenn du selbst mit einem guten Gefühl an die Sache ran gehst, geht es dein Kind auch! Wenn du traurig bist und es deinem Kind zeigst, dann denkt es auch das es ein nicht so guter Ort ist. Sei offen, lache und dann wird es auch für dein Kind gut! Und ein Tipp für das gemeinsam in der Gruppe sein noch für dich: Bringe nicht nicht zu viel ein! Lass dein Kind machen, lass die Interaktion größtenteils nur zwischen Erzieher und Kind folgen und zeige so ganz deutlich, dass du als Mama eben “nur Gast” hier bist. So konzentriert sich dein Kind nicht so sehr auf dich und fasst schnell vertrauen zu seiner neuen Betreuungsperson.

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Ich könnte dir noch ewig weiterschreiben, aber es reicht jetzt. Wenn du noch was wissen möchtest, dann schreib mir einfach! 😉 Und jetzt noch kurz zur Tasche auf den Bildern. Die Tasche ist gekauft und ich habe den Apfel von Caluya Design gewählt. Die Folien sind die HappyFlex Air in rot und der Kreis im Monogramm ist aus der HappyFlex Calkboard und lässt sich so beschriften. So ist die Tasche auch nach der Kita noch gut einsetzbar! 🙂 Beide Folien sind von HappyFabric.de.

 

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*Die Inhalte dieses Beitrags entstanden in Zusammenarbeit mit HappyFabric.de. Die Folie wurde mir von HappyFabric.de kostenfrei zur Verfügung gestellt. Im Beitrag befinden sich Shoplinks zur Folie.

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