Montag, 30. April 2018

[Näh ABC] Z wie Zuschnitt

Hallo mein lieber DIY-Begeisterter,

und schon sind wir beim Z angelangt, jetzt ging es dann plötzlich doch ganz, ganz schnell! Bereits beim Beitrag zum U habe ich ja kurz übers Zuschneiden geschrieben, aber heute möchte ich dir noch ein paar mehr Tipps zum richtigen und schnellen Zuschnitt mit auf den Weg geben. 

Viele mögen den Zuschnitt ja nicht so. Klar, das eigentliche Nähen macht ja auch viel mehr Spaß! Aber ohne Zuschnitt geht es eben auch nicht. Aber mit ein paar einfachen Tricks und Kniffen macht dir das bestimmt auch bald Spaß oder es fällt dir leichter?! 😉

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Zuschnitt – benötigte Materialien

Neben dem Schnittmuster und Stoff benötigst du auch noch weitere Materialien, die ich dir hier aufgelistet habe. Natürlich kann durchaus noch etwas fehlen, aber das sind so die gängigsten Dinge. Das ein oder andere muss man sich auch nicht zwangsweise anschaffen. Das hab ich dir mal kursiv markiert.

  • Schere(n)
  • Rollschneider mit Schneidematte und Patchworklinial
  • ZickZack-Schere
  • Stecknadeln
  • Stoffklammern
  • Stoffmarkierer wie Trickmarker, Kreide, Bleistift, etc.
  • Handmaß, Maßband oder Lineal
  • Stoffbeschwerer
  • guter, ebener Untergrund, der groß genug ist
  • rutschfeste Matte

Wenn du z. B. kein Nähzimmer hast und alles immer wegräumen musst hier ein kleiner Tipp:  Packe doch alles für den Zuschnitt in eine separate Kiste, Karton oder Tasche. Dann hast du mit einem Griff immer alles gleich beisammen. Spart eine Unmenge an Zeit und so kommst du schneller zum Nähen! 😉

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Zuschnitt – die Vorbereitung ist  alles

Ja, das ist tatsächlich so! Wenn du gut vorbereitest geht es auch schneller. Deshalb bereite dein Schnittmuster gleich vor, vielleicht auch direkt schon mit Nahtzugabe? Wie du das machst, habe ich dir beim U erklärt. Lege dir alle benötigten Materialien zum Zuschnitt bereit, so musst du nicht umständlich suchen. Achte darauf, dass Schere und Rollschneider scharf sind. Wenn nicht, schau mal HIER da habe ich dir ein paar gute Tipps zum Schärfen gegeben.

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Zuschnitt – worauf?

Du hast dir alles bereit gelegt, worauf schneidest du nun am Besten zu? Am Besten ist es, wenn du dir eine große, tischhohe Arbeitsfläche suchst. Du solltes problemlos ein Mal um diese Fläche gehen können oder deinen Zuschnitt ohne verrutschen drehen können. Es eignen sich meiner Meinung nach am Besten die Esstische. Du kannst auch, wenn du ein eigenes Nähzimmer hast, dir einen quadratischen Zuschneidetisch bauen aus den Würfelregalen vom Möbelschweden. Echt praktisch! Natürlich ist auch der Boden geeignet, aber da musst du eben auf Knien und übergebeugt arbeiten. Das kann ganz schön ins Kreuz gehen! 😉

Ein kleiner Tipp: Suche dir einen Schneideplatz aus und behalte ihn bei. Dann musst du nicht immer überlegen. Wenn du im Nähzimmer einen festen Schneidetisch hast, mülle ihn nicht zu und halte ihn immer ordentlich. Das Beiseite Schaffen nervt auch und hindert dich nur!

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Zuschnitt – aber wie?

Lege dir nun den – am Besten vorgewaschenen und -gebügelten – Stoff glatt auf deine Oberfläche. Nun steckst du dir dein Schnittmuster fest mit Stecknadeln oder Stoffklammern und beschwerst es auch noch in der Mitte, so dass dir nichts verrutschen kann.

Zeichne dir ggf. die Nahtzugabe noch ein mit Hilfe eines Lineals oder Handmaßes und schneide dir dann dein Schnittmuster aus.

Zum Ausschneiden solltest du folgendes beachten:

  • schneide als Rechtshänder immer so, dass das Schnittmuster auf deiner linken Seite liegt, als Linkshänder sollte es auf der rechten Seite sein. Warum? Damit du dir mit der Hand nicht die Schneidelinie verdeckst und so ggf. noch justieren kannst.
  • schneide mit so wenigen Schnitten wie nötig, nehme also ruhig eine größere Schneide. Das ist aber natürlich auch abhängig von deinem Schnittmuster. Gerade Schnitte mit langen Schneiden, Kurven lieber mit kleineren Schneiden.
  • halte die Schere beim Schneiden möglichst tief und senkrecht. Am besten ist der Zuschnitt, wenn du die Schere mit dem Griff und Schneide über die Tischplatte leicht kratzen lässt, also hier Kontakt besteht. So verhinderst du, dass der Schnitt nach rechts oder links schief  wird.
  • Der Stoff sollte beim Schneiden möglichst nicht angehoben werden. Auch wenn du an die nächste Seite des Schnittmusters kommst, sollte der Stoff möglichst nicht bewegt werden. Sondern du solltest um das Schnittteil und den Stoff gehen. So verhinderst du, das etwas verrutscht und erhältst ein bestmöglichstes Ergebnis.

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Zuschnitt – Tipps für rutschige Stoffe

Feine und rutschige Stoffe sind immer ein Graus zum Zuschneiden (und auch oft zum Vernähen), damit du aber besser gewappnet künftig bist, hier ein paar Tipps:

  • schneide einlagig zu, so verrutscht dir nichts.
  • lege den Stoff mit der weniger rutschigen Seite nach unten (meist ist das die linke Stoffseite 😉 )
  • nehme dir ein Stück Baumwollstoff und lege es unter den rutschigen Stoff. So rutscht er weniger. Aber Achtung: achte dann darauf, diesen nicht auch zu schneiden sondern darüber mit der Schere zu bleiben.
  • lasse das Schnittmuster – ordentlich fixiert mit Gewichten (und wenn möglich Stecknadeln) – auf deinem Stoff, so hat du mehr Stabilität.
  • Du kannst auch dein Schnittmuster auf Seidenpapier zeichnen und dieses dann als großes Rechteck (ohne ausgeschnittenem Schnittteil) auf deinen Stoff auflegen. Jetzt alles ordentlich am Schnittteil und neben dem Schnitteil feststecken und beschweren, so dass du aber immer noch schneiden kannst, und der Stoff hat auch mehr Stabilität und rutscht weniger.

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Zuschnitt – weitere Tipps

  • Wenn du Teile doppelt benötigst (z. B. Ärmel) kannst du diese auch doppellagig zuschneiden (insofern dein Stoff nicht zu dick oder rutschig ist).
  • schneide dickere Stoffe oder auch fusselige Stoffe wie z. B. Teddyfutter, Plüsch immer einlagig.
  • Stoffe, bei denen man eine Faltung später nicht ausgübeln kann, sollten auch einlagig geschnitten werden. Z. B. SnapPap
  • Nehme dir vor, gleich mehrere Teile zuzuschneiden und nicht nur ein Teil. So bist du schon im Flow und musst nicht nochmal alles her räumen. Es fällt so wesentlich leichter.

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Mehr Infos zum Näh ABC

Alles zum Näh ABC sowie die gesammelten Buchstaben mit ihrer Veröffentlichung kannst du nun auf der Seite rund um das Näh ABC auf meinem Blog HIER unter Projekte nachlesen. Ich freue mich, wenn du dich auch beteiligst und meine Idee des Lexikons rund ums Nähen mit erweiterst! So entsteht eine große Sammlung an Nähwissen … denn lernen können wir alle immer noch was dazu, oder?! 😉

So, das war es dann mit dem Näh ABC! Jetzt ist es komplett und für mich vorbei. Aber du kannst jederzeit deine Beiträge noch verlinken! Also gerne her mit den Tipps und Tricks zum Näh ABC! 🙂

Ich möchte jetzt dann ein Häkel 1×1 starten, das wird vermutlich ein Mal monatlich erscheinen und auch vermehrt im Videoformat. Mal schauen, wie es läuft und wie ich Zeit finde. Denn das Näh ABC war zeitweise doch ganz schön stressig mit dem wöchentlichen Veröffentlichen! Ich möchte da schon ordentlichen Content fürs Häkeln haben, da geht es ja nicht so leicht wie beim Nähen! 😉

Hast du noch weitere Tipps zum Zuschnitt? Oder Fragen? Dann schreib es gerne in die Kommentar oder verlinke es.

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2 Kommentare

  1. Wahnsinn – ich komme gar nicht mehr hinterher mit Lesen, aber schön so ein Nachschlagewerk hier zu wissen. LG Ingrid

    1. Liebe Ingrid,

      ja, so geht es mir auch oft. 🙂 Aber das Gute daran, die sind ja nicht weg und du kannst immer mal wieder zum Lesen kommen!

      ❤-lichst Eva

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