Montag, 19. Februar 2018

[Näh ABC] Q wie Quilt

Hallo mein lieber DIY-Begeisterter,

heute geht es wieder weiter mit dem Näh ABC und wir beschäftigen uns heute mit dem Quilten. Was ist ein Quilt, woher kommt er, was ist Patchwork und wie macht man sowas? All das sind die heutigen Fragen und natürlich noch viel mehr! 😉 Mit einer super Empfehlung für ein externes Tutorial, wie man so einen quadratischen Quilt machen kann.

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Quilt – was ist das?

Im Reich der Nähwelt bist du über den Begriff Quilt, quilten oder quilting bestimmt schon mal gestolpert. Denn das ist eine weit verbreitete Technik, in der heutigen Zeit vor allem für Decken. In der Kombination hast du bestimmt auch von Patchwork gehört. Allerdings sind ein Quilt und Patchwork zwei unterschiedliche Dinge, die aber oft irgendwie zusammen gehören. Dazu jetzt aber mehr!

Ein Quilt ist nämlich ein Gebilde aus Ober- und Unterstoff, meist wird dazwischen noch eine wärmende Lage Vlies oder Stoff eingelegt, die dann miteinander durch viele Nähte verbunden werden. So mal die Kurzfassung. Denn eigentlich ist ein Quilt nichts anderes als ein Stück, welches aus zwei bis drei Lagen besteht, die miteinander verbunden werden.

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Quilt – wie heißen die einzelnen Ebenen?

Die obere Lage nennt man Top und ist oftmals sehr verziert und oft auch ein richtiges Kunstwerk! Weshalb es auch gerne Schauseite genannt wird. Nicht nur so schnöde Quadrate wie bei mir kommen zum Einsatz. Nein, die wahren Künster/innen machen Quilts zu Kunstwerken. Ganze Städte, Wälder, Landschaften … echt unglaublich, was da so gemacht wird! Diese Technik mit den Kunstwerken oder auch Quadraten ist das Patchwork, wozu ich gleich unten noch komme.

Dann kommt die Zwischenlage, die oft aus Baumwollvlies (gerne auch ungewaschen, damit das Einlaufen der Baumwolle als Effekt genutzt wird), Synthetikvlies (welches ich am Liebsten verwende) oder auch Seide, besteht. Diese wird einfach auf die Größe des Tops zugeschnitten und ist später natürlich nicht sichtbar

Die unterste Lage wird schlicht Rückseite genannt und ist zumeist nur eine große Stoffbahn in der Größe des Tops. Da diese ja unten oder hinten liegt, sieht man sie nicht. Aber dennoch kann man auch hier schöne Musterstoffe oder ähnliches wählen.

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Quilt – wie wird genäht?

Oben erwähnte ich bereits, dass diese zwei bis drei Lagen zusammengenäht. Dies kann mit der Maschine oder auch per Hand gemacht werden. Die richtigen Quilter/innen schwören auf das Quilten per Hand, so wie es eben früher gemacht wurde! Wer nicht so viel Zeit und Muse hat, macht es aber eben halt mit der Maschine.

Es werden zunächst alle drei Lagen übereinander gelegt und dann mit ein paar Stichen an verschiedenen Stellen oder auch mit Sicherheitsnadeln (Stecknadeln rutschen gerne wieder raus) fixiert. Wenn du dann alles gut fixiert hast wird genäht.

Das Nähen gestaltet sich dann in kleinen Stichen, die auch oft reich verziert sind. Genäht werden kann in schönen Mustern, wie eine Sonne, Spierale, etc, wenn der Top doch nur aus einem Stück besteht, oder zum Abgrenzen der einzelnen Stoffteile vom Patchwork. So das man wie in meinem Beispiel einfach entlang der Nähte der Quadrate noch einmal absteppt. Egal wie genäht wird, mit Zierstich oder geradem Stich, wichtig ist das alle drei Lagen gut fixiert sind und sich keine Falten von irgend einer Lage bilden. Das geht am Besten wirklich per Hand … mit der Maschine muss man eben langsam und vor allem mit gutem Festhalten der Lagen arbeiten.

Beim Nähen mit der Maschine wird oft auch der Untertransport ausgemacht, so das man die Lagen gut einfach selbst halten und ziehen kann. Ich halte davon nichts und arbeite lieber mit Untertransport und meinem Obertransporteur der PFAFF, die das ja Dank IDT-System schon dabei hat!

Patchwork – und was ist das dann?!

Patchwork ist eigentlich eine Form, kleine Stoffteile zu einem großen Ganzen zusammenzusetzten. Früher wurde das aus Resten gemacht, heute kauft man natürlich auch gerne passende Stoffe und näht sie so zusammen. Gerade für den Top ist Patchwork eine beliebte Form und deshalb ist Patchwork und Quilen oft auch eng verwunden. Aber das Patchworken ist eben das Zusammenähen von Stoffteilen zu einem großen Stück und das Quilten das Verbinden von Lagen durch viele Nähte.

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Quilt – die Geschichte

Weißt du übrigens woher der Quilt kommt? Wie so vieles aus Asien und im Speziellen aus China! Denn die haben den Quilt in ganz Asien verbreitet. Als dann die Kreuzritter in dieses Gebiet kamen haben sie die Eigenschaft der vielen Lagen, die dank eingeschlossener Luft gut wärmt, sofort erkannt und für ihre Wamse  unter den Rüstungen verwendet. So kam der Quilt nach Europa, wo er gerade in England in den Wintern irgendwann sehr beliebt war und zu Kleidung, Decken und Wandbehängen verarbeitet wurde.

Als der große Aufbruch nach Amerika kam und die Siedler mit kleinsten Teilen dort arbeiten mussten, war der Quilt sehr beliebt und so entstand auch vermutlich das Patchworken. Denn das Zusammennähen der kleinen Teile, die oft Reste waren, war genau in dieser Zeit eben sehr wichtig. Gerade in den Staaten ist das Patchworken und Quilten sehr verbreitet, noch mehr wie bei uns

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 Quilt – wie mach ich das im Detail?

Ich habe dir heute kein Tutorial geschrieben, weil ich persönlich ein super Tutorial für dich zur Hand habe. Das hat Riccarda von Pech&Schwefel geschrieben und besteht aus mehreren Teilen. Hier findest du die Teile vom Auswählen der Stoffe und Zuschnitt, Erstellen des Tops, über das Quilten bis hin zum Binding.

Mehr Infos zum Näh ABC

Alles zum Näh ABC sowie die gesammelten Buchstaben mit ihrer Veröffentlichung kannst du nun auf der Seite rund um das Näh ABC auf meinem Blog HIER unter Projekte nachlesen. Ich freue mich, wenn du dich auch beteiligst und meine Idee des Lexikons rund ums Nähen mit erweiterst! So entsteht eine große Sammlung an Nähwissen … denn lernen können wir alle immer noch was dazu, oder?! 😉

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