Hallo meine lieben Nähbegeisterten,

heute ist wieder Mittwoch und somit Zeit für einen weiteren tollen Bericht zum Blogsommer! Wie schon letzte Woche angekündigt, möchte ich euch heute ein Tutorial für einen großen Korb zeigen. Dieser Korb ist super geeignet für z. B. Wäsche oder Spielzeug oder für Recycling und so weiter!

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Der Blogsommer

Wenn du mehr zum Blogsommer wissen möchtest, dann schau mal HIER! Da habe ich einen tollen Infopost für dich mit allen Infos! ?

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Der Korb

Der Korb hat die Höhe von ca. 50 cm und einen Durchmesser von ca. 30 cm. Mit den langen Henkeln kann man ihn gut tragen und mit etwas wasserabweisendem Stoff in der Innenseite ist es auch definitiv für Schmutzwäsche super geeignet!

Das Tutorial mit Schnittmuster für den Kreis könnt ihr euch in meinem Onlineshop kostenlos downloaden und zwar HIER.

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Die Applikationsvorlage

Außerdem gibt es heute auch die Applikationsvorlage, die ich euch schon im Tutorial für das Windelutensilo vorgestellt habe. Der kleine Löwe ist extra für den kleinen Schnullertiger gezeichnet worden und ziert nun die Sachen rund um den Wickeltisch! 😉

Die Applikationsvorlage könnt ihr euch ebenfalls in meinem Onlineshop kostenlos downloaden und zwar HIER.

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Tutorial für den Korb

Jetzt geht es los mit dem Tutorial für den Korb. Dazu möchte ich euch vorweg noch ein relativ neues Material vorstellen, was ihr im Shop “Stoff und Zwirn**” von Jana euch besorgen könnt. Jana hat mir am Anfang des Jahres ein großes Set mit RONAR 160**, einem weiteren tollen Volumenvlies Ronofix und diversen Utensilien für das Nähen von Taschen zum Testen zur Verfügung gestellt. Mit dem Baby im Bauch kam ich aber lange nicht dazu, etwas ordentliches daraus zu machen. Aber für dieses Projekt habe ich das RONAR 160 nun endlich verwendet!

Und was soll ich sagen! Ich bin total begeistert! RONAR 160 ist eine nicht gewebte Vliesstoffeinlage zur Verstärkung von Stoffen, die sehr dick und stabil, aber dennoch sehr flexibel ist. Es ist ideal für Taschen und Korbe, die guten Stand haben, aber dennoch eine gewisse Weichheit besitzen sollen. Es ist für alle Stoffe geeignet und sogar für Leder kann es verwendet werden. Das RONAR 160 hat auf einer Seite Klebepunkte, mit denen es einfach auf den Stoff gebügelt wird. Das Material kann selbst auch gebügelt werden und verbrennt unter dem Bügeleisen nicht, so das man es auch gut auf Leder aufbringen kann.

Gerade für dieses Projekt war es ideal, der große Korb steht ohne Probleme und fällt nicht um. Er ist richtig stabil und hält auch einem tapsiges Baby im Entdeckungsrausch bestimmt stand! 😉

Alle Produkte, die ich auch erhalten habe zum Test, kommen jetzt auch nach und nach in Janas Shop bei Dawanda** … und ich berichte euch immer mal wieder von den getesteten Produkten! 😉 Übrigens das Regenbogen-Gurtband** ist doch voll toll, oder?! Da muss ich mir ein Projekt für einfallen lassen. 🙂 Übrigens hat Jana auch einen neuen Blog – auf “Stoff und Zwirn – der Blog” zeigt sie euch tolle Tutorials und Upcycling-Projekte. Schaut auch da mal vorbei! 😉

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Tipp: Mit KLICK auf die Bilder erhältst du eine größere Ansicht!

Ihr benötigt

(*TrackingLinks; **Werbelink[kostenlose Materialüberlassung])

Die Maße

  • Seitenteil: je ein Mal Innen- und Außenstoff, RONAR 160: 98 cm x 50 cm
  • Boden: je ein Mal Innen- und Außenstoff, Ronofix: Kreis mit 31 cm Durchmesser (Schnittmuster)
  • Henkel: zwei Mal Außenstoff: 60 cm x 10 cm (Endbreite 2,5 cm)

Nahtzugabe von einem Zentimeter bereits komplett enthalten.

So wird’s gemacht:

1. Als erstes versäuberst du deine Stoffe mit der Overlock ein Mal rings um, sollten es Stoffe sein, die leicht ausfransen.

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2. Nun nimmst du dir einen Zuschnitt der Henkel. Falte und bügele ihn der Länge nach mittig (1), so dass die linke Seite innen ist. Im Anschluss klappst du den Stoff der Länge nach wieder auf und bügelst die Seiten bis zur mittleren Bügelkante (2). Jetzt faltest du es wieder an der mittleren Bügelkante und bügelst es noch ein Mal ordentlich (3). Im Prinzip ist das die Art, wie man auch Schrägbänder bügelt … nur das wir hier einen Henkel machen.

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3. Klappe dir das eben gebügelte an den Enden etwas auf und bügle dir nun ca. einen Zentimeter an den kurzen Seiten nach innen (1). Jetzt klappst du es wieder zu. Steppe nun ein Mal rings herum den Henkel knappkantig ab (2). Wiederhole das auch mit dem zweiten Stoffstück für die Henkel, so dass du zwei gleiche Exemplare hast.

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4. Nun nimmst du dir das Außenteil und faltest es der Länge nach mittig (1). Falte nun noch einmal das halbierte Außenteil, so dass es geviertelt vor dir liegt (2). Nun machst du einen Knipps an die Stelle, die nun als letztes in den Bruch gelegt wurde (3).

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5. Klappe dir das Außenteil wieder auf und lege es mit der rechten Seite nach oben vor dich hin. Vom Knips machst du nun eine Markierung 15 cm nach unten (1).

Die Markierung solltest du mit Kreide oder Trickmarker machen, nicht mit Kulli oder Filzer! Von dieser Markierung gehst du nun jeweils 5 cm nach rechts und links und machst ebenfalls eine Markierung (2).

Stecke nun den Henkel an die beiden eben gesetzten Markierungen (es sollten unten gut 6-7 cm von der Steckung für die Naht frei bleiben). Die Markierungen liegen dabei außen und die Henkel auf der Innenseite der Markierungen (3).

Achte darauf, dass die Henkel nicht verdreht sind und die Rundung in Richtung des Knips zeigt.5.png

6. Nun steppst du die Henkel mit einem Rechteck ab, welches noch einmal ein Kreuz in der Mitte abgesteppt bekommt. Dieses Rechteck sollte ca. 3-4 cm lang sein. Mache dies an allen vier Henkelenden! Nun sind deine Henkel am Außenstoff und fertig!

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7. Bügle dir nun das Ronofix auf die Außenteile von Seitenteil und Boden. Dies machen wir erst jetzt, damit wir uns beim Annähen der Henkel nicht so schwer tun. 😉

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8. Nun nimmst du dir das Außen-Seitenteil und legt es rechts auf rechts zusammen. Stecke dir die kurze (50 cm Seite) zusammen und steppe sie ab. Hier bitte auch das Verriegeln nicht vergessen! 😉 Jetzt hast du eine Rolle .. irgendwie!

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9. Nun geht es darum, den Boden und das Seitenteil zusammen zu nähen. Dafür machen wir uns erst ein Mal ein paar Knipse! Falte dafür den Kreis ein Mal mittig und mache im Bruch zu beiden Seiten einen Knips. Nun faltest du den Kreis ein Mal anders herum, so dass die beiden Knipse übereinander liegen. Mache nun wieder im entstandenen Bruch je einen Knips. Jetzt sollte der Kreis geviertelt sein (1).

Nun kümmern wir uns um das Seitenteil! Lege dir dieses ebenfalls in den Bruch, so dass die Naht an der anderen Seite liegt. Im Bruch machst du nun einen Knips. Lege nun Naht und Knips aufeinander und mache in den so enstandenen Brüchen wieder Knipse. Jetzt hast du auch das Seitenteil geviertelt (2).

Jetzt kannst du den Boden an das Seitenteil rechts auf rechts ganz einfach an Hand der Knipse feststecken. Die Strecken zwischen den Knipsen kannst du auch noch ein Mal feststecken, so tust du dir einfacher (3).

Steppe nun Boden an das Seitenteil fest, am Besten schön langsam und ordentlich! 😉

Wiederhole Schritt 8 und 9 mit den Innenteilen nun auch nochmal.

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10. Wende dir nun das Außenteil und stecke das Innenteil in das Außenteil. beide rechten Seiten liegen nun außen. Stecke an der oberen, noch offenen Kante beide Teile zusammen und steppe sie ein Mal mit ca. 0,5 cm Nahtzugabe zusammen.

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11. Jetzt kommt das Schrägband zum Einsatz! Falte es auf und klappe dir den ersten Zentimeter nach innen. Stecke das Schrägband nun ein Mal rings herum an der Außenseite fest und steppe es dann innerhalb der Faltkante (die näher am Rand liegt) ab (1). Falte das Schrägband nun nach innen um und stecke es wieder fest. Steppe es nun ebenfalls fest (2)! Achte dabei darauf, dass dir die Henkel nicht im Weg sind und du sie versehentlich mit einnähst! 😉

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Und fertig ist dein Korb, in dem gaaaanz viel Platz für tolle Sachen ist. Mein Korb ist aus einem festen Möbel-Baumwollstoff mit hellblauen Karos, welcher auch schon für das Windelutensilo zum Einsatz kam. Das Schrägband kennt ihr auch schon von dort! Das Innenleben ist ein alter aber fast nicht benutzter Duschvorhang. Er ist wasserabweisend aber dünn und vor allem gut waschbar! Mit den gewellten Streifen bringt er auch gleich etwas Safari- bzw. Jungelstimmung mit, oder?!

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Der Löwe ist auch schon auf dem Windelutensilo drauf und der Korb hier soll vorerst als Wäschekorb neben dem Wickeltisch stehen. Wir haben in jedem Schlafraum und auch im Bad einen Wäschekorb, so landet die Wäsche auch tatsächlich gleich im Korb und nicht auf dem Boden. Etwas, was ich echt hasse! Mehr Arbeit macht das Wäschesortieren dadurch auch nicht. Ich gehe einfach Korb für Korb ab und sortiere es in … nicht lachen … IKEA-Tüten! 🙂

Der Wäschekorb des Schnullertigers kann auch so in den Keller zur Waschmaschine getragen werden, was auch nochmal praktisch ist. Denn eigentlich habe ich einen Waschtag pro Woche … mit Baby wird das aber dann wohl nicht mehr so klappen und häufiger gewaschen werden, oder was meint ihr?!

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Löwe: Die Applikationsvorlage richtig nähen

Jetzt möchte ich euch noch zeigen, wie ihr die Applikationsvorlage am Besten näht. Der Löwe ist als Ganzes in der Vorlage und ihr müsst ihn euch noch in Einzelteile zerlegen. Aber ihr schafft das schon! 😉

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Tipp: Ich habe die Augen mit KamSnaps gemacht. Damit ihr dann gut mit dem Näfuß am KamSnap vorbei kommt und die Naht ordentlich und sauber ist, stellt euch die Nadel ganz nach links und stepptes dann fest.

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1. Steppe dir den Mund sowie die Nase auf den Kopf. Setzte die Augen mit KamSnaps oder als Kreis aus Stoff ebenfalls auf den Kopf auf. Nun legst du den Kopf mittig auf die Mähe und applizierst diesen.

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2. Lege dir den hinteren Körper des Löwen auf den Bereich, auf den appliziert werden soll. Appliziere nun den hinteren Körper.

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3. Lege nun die vorderen Beine auf den hinteren Körper. Die obere Kante der Beine und des Körpers sollten bündig liegen. Appliziere die Beine nun über den Körper.

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4. Lege nun den Mähnen-Kopf leicht schräg weg vom Schwanz auf den Körper. Die Mähe wird nun appliziert.

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5. Jetzt legst du das obere Ende des Schwanzes dir zurecht und applizierst es ebenfalls.

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Und so sollte dein Löwe nun aussehen! Solltest du ihn größer benötigen, dann drucke ihn einfach mit mehr als 100% Größe aus! 😉

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Puh, ein langer Beitrag oder?! Aber jetzt bin ich auch fast am Ende angelangt! Bleibt nur noch zu sagen, schaut auch diese Woche wieder bei meinen Mitbloggerinnen und auf dem Blogsommer-Blog vorbei! ? Denn der Blogsommer ist eine gemeinsame Aktion mit folgenden Bloggerinnen im Stammteam: Sonja von „the crafting cafe„, Ingrid von „Nähkäschtle„, Susen von „made by Frau S.„, Ulrike von „Ulrikes Smaating„, Marita von „maritabw macht’s möglich„, Silke von „Muckibär&Schneckenkind„, Ellen von „Ellen’s Schneiderstube„, Annette von „Augenstern-HD&Zauberkrone„, Vivien von „KreaVivität“ und noch vielen weiteren sich anschließenden BloggerInnen. ? Denn der Blogsommer ist ein Sommer zum Mitmachen … für Leser und Blogger!

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Und damit verlinke ich mich bei der Blogsommer-Linkparty, dem Freebook Friday sowie Weekend Wonderland! ?

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