Montag, 12. März 2018

[Näh ABC] S wie Schere

Hallo mein lieber DIY-Begeisterter,

das Näh ABC macht heute halt beim Buchstaben S und ich habe lange überlegt, was ich euch dazu schreibe. Vom Saum über das Schrägband bin ich dann am Wochenende aber doch bei der Schere gelandet. Denn die Sache mit den Scheren ist gar nicht so ohne und gerade Anfänger machen oft ein paar gravierende Fehler. Und ganz ehrlich, die habe ich damals auch gemacht! 😉

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Näh ABC – Welche Scheren gibt es?

Beim Nähen gibt es eine Vielzahl an Scheren, die du verwenden kannst. Nicht nur zum Stoff schneiden benötigst du sie, sondern auch an anderen Einsatzgebieten! Diese möchte ich dir jetzt näher erklären.

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Schneiderschere

Die Schneiderschere ist DIE Schere, wenn es ums zuschneiden von Stoffen geht. Sie hat eine sehr lange Schneide, liegt meist schwerer in der Hand und macht große und dadurch gerade Schnitte. Es gibt sie von verschiedenen Herstellern. Mit Kunststoffgriffen oder auch nur mit Metallgriffen. Ich persönlich mag die mit Kuststoff und am Besten noch Silikon an den Eingriffen, lieber. Einfach, weil es weniger schmerzt, wenn man eine Menge zuschneidet. Und die Mamas unter euch wissen, dass wir das gerne machen. Viel Zuschneiden und dann nähen, wenn die Zeit da ist! 😉

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Universalschere

Die Universalschere ist so die Haushaltsschere, aber ich persönlich finde sie gerade für kleinere Arbeiten wie z. B. Kinderkleidung wesentlich angenehmer in der Handhabung als die Schneiderschere. Denn wo die große Schere bei engen Rundungen problematischer ist, saust die Universalschere nur so um die Ecken und Kanten!

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Zackenschere oder auch Zickzackschere

Die Zackenschere ist ein super Scherchen, wenn es darum geht Stoffe zu versäubern oder auch dekorative Abschlüsse zuzuschneiden bei z. B. SnapPap, Kunstleder, etc.. Mit der gezackten Scheide auf beiden Seite ensteht ein ZickZack-Schnitt, der bei ausfransenden Stoffen oft das Ausfransen verhindert. Damit ist natürlich das Versäubern oft nicht gespart, aber für die weitere Verarbeitung hilft es ungemein. Ich setzte diese Schere auch gerne ein, wenn ich mit SnapPap arbeite und dann eben die genähte Außennaht damit zurechtschneide.

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Fadenschere

Die Fadenschere ist, wie es der Name schon vermuten lässt, eine Scher mit der die Fäden geschnitten werden. Sie ist kleiner und handlicher, liegt sehr angenehm in der Hand und auch hier gibt es verschiedene Modelle. Sogar welche, die mit einem Vogel verziert und echt traumhaft hübsch sind. Meine ist eine ganz normale mit Kunststoffgriffen. Die Fadenschere ist dafür gut, den Faden an der Maschine zu kürzen (auch wenn man einen Fadenschneider hat, oft ist das selbst abschneiden Fadensparender) oder auch die abstehenden, losen Fäden am fertigen Stück zu beseitigen. Klar, das geht auch mit der großen Schere. Aber die kleine ist einfach handlicher und du läufst nicht Gefahr, versehentlich ins fertige Stück zu schneiden. (Ist mir mal am Anfang passiert, man hatte ich mich da geärgert!)

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Rollschneider

Ist jetzt eigentlich keine Schere, aber schneidet auch! In Kombination mit einer Matte und einem Patchworklineal ist der Rollschneider ideal für gerade und akkurate Schnitte! Durch das runde Messer lassen sich auch lange Distanzen schneiden ohne neu anzusetzen und ohne Schnittunebenheiten. Für den Rollschneider gibt es gerade Messerklingen, aber auch welche mit ZickZack-Schliff oder Wellen-Schliff! Ein praktisches Helferchen, welches unverzichtbar ist!

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Papierschere

Die Papierschere ist eigentlich auch ein ganz normale Schere, mit der du aber NUR Papier schneiden solltest. Also deine Schnittmuster, etc. zum Beispiel! Oder besser gesagt, mit den anderen Scheren und Rollschneider solltest du NUR Stoff und Faden schneiden. Warum? Einfach weil Papier härter ist und die Schere schneller stumpf wird. Mit einer stumpfen Schere lässt sich Stoff nicht gut schneiden. Papier aber nach wie vor recht gut.

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Näh ABC – Welche Tipps habe ich für dich noch zur Schere?

Tipp 1

Mein erster Tipp betrifft den Scherenkauf selbst. Ich persönlich kaufe meine Scheren für den Zuschnitt und Faden immer beim Discounter, wenn es in der Aktion ist, so alle zwei bis drei Jahre neu. Warum? Einfach weil es da ein (meist) Dreierset mit Schneiderschere, Universalschere und Fadenschere gibt. Oder eben einer großen, mittleren und kleinen Schere. Die sind super für den Zuschnitt und ich liebe sie. Außerdem preisgünstiger wie die Schneiderscheren auf so mancher Internetseite.

Tipp 2

Tipp zwei dreht sich um das Unterscheiden von Papier und Stoffschere. Denn wenn du zwei gleiche Scheren gekauft hast, tust du dir da schwer! Oder auch vielleicht auch wenn es unterschiedliche sind? Ich vertue mich gerne mal und deshalb habe ich meine Scheren beschriftet. Das kannst du entweder mit dem Plotter, Beschriftungsgeräten oder auch einfach mit einem Permanentmarker. 🙂

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Tipp 3

Nummer drei ist ziemlich cool, denn wenn deine Schere oder Rollschneider mal mit der Schärfe nachlassen sollten, musst du sie nicht direkt austauschen. Schnappe dir ein bisschen handelsübliche Alufolie, falte sie mehrmals und schneide sie in dünne Schreifen mit der stumpfen Schere oder Rollschneider. Das Ergebnis wird dich überraschen, denn jetzt flitzt sie wieder durch Stoff und Papier! 😉 Ich habe es auch nicht glauben wollen, aber erst kürzlich bei meinem Rollschneider getestet. Davor war es echt mühsam den Sweat zu schneiden und danach ging es wie durch weiche Butter. Echt super!

Tipp 4

Der letzte Tipp geht ebenfalls um den Rollschneider. Die Klingen für diesen kaufst du wo? Im Nähfachhandel oder Onlineshop? Ja, mache ich ab und an auch. Aber noch viel preisgünstiger kommst du tatsächlich mit dem Baumarkt aus! Denn im Baumarkt gibt es diese Klingen auch. In der selben Größe (dafür müsstest du dir nur ausmessen oder nachlesen, wie groß deine Klinge ist) und wesentlich preisgünstiger. So kaufe ich mir im Baumarkt zwei oder drei Klingen im Set für den selben Preis von einer aus dem Onlinehandel. Schau einfach mal das nächste Mal nach, wenn du dich im Baumarkt rumtreibst! 😉 Dort gibt es oft auch coole Rollschneider, die wesentlich besser in der Hand liegen als die aus dem Nähbedarf.

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Mehr Infos zum Näh ABC

Alles zum Näh ABC sowie die gesammelten Buchstaben mit ihrer Veröffentlichung kannst du nun auf der Seite rund um das Näh ABC auf meinem Blog HIER unter Projekte nachlesen. Ich freue mich, wenn du dich auch beteiligst und meine Idee des Lexikons rund ums Nähen mit erweiterst! So entsteht eine große Sammlung an Nähwissen … denn lernen können wir alle immer noch was dazu, oder?! 😉

So das war es mit meinen Tipps und Tricks zu Schere! Hast du noch welche? Oder Fragen? Dann gerne ab damit in die Kommentare! 😉

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5 Kommentare

  1. Hallo Eva,

    danke für deine Tipps – da werde ich beim nächsten Baumarktbesuch echt mal drauf achten. Das wusste ich wirklich noch nicht.

    Lieber Gruß,
    Sonja

    1. Liebe Sonja,

      ja, so ein Baumarkt ist voll von Dingen für uns … man muss nur kreativ sein, und das sind wir ja! *lach*

      ❤-lichst Eva

  2. Claudia sagt:

    Ich war gestern im Baumarkt,und man achtet überhaupt nicht darauf, was es alles interessantes für die“Nähwelt“gibt. Habe 2Sorten Hohlnieten dort ergattert,somit konnte ich gleich sehen und fühlen welche Größen es gibt. Somit erspare ich mir das zurück schicken,wenn es doch nicht meinen Erwartungen getroffen hat. Danke für diese ganzen Tipps. Lg Claudia

    1. Liebe Claudia,

      toll! Hohlnieten … daran hab ich auch noch nie gedacht! Muss ich beim nächsten Mal auch danach schauen.
      Danke!

      ❤-lichst Eva

  3. Liebe Sonja,

    ja, achte mal darauf! Auch die Tapetenrollen sind sehr gut um z. B. die Natzugabe auseinaderzurollen ohne Bügeleisen zu benutzen! 😉

    Herzlichst Eva

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