Montag, 10. April 2017

Montagstalk: Halbzeit – und ein paar Gedanken zur Schwangerschaft

Hallo meine lieben Nähbegeisterten,

diese Woche ist Halbzeit für Baby Nummer eins, die 20. Schwangerschaftswoche ist erreicht. Zeit, ein paar Gedanken und auch Erkenntnisse mit euch zu teilen, oder?!

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Meine Gedanken zur Halbzeit

Da hab ich wohl so einige! Zu aller erst finde ich es ja wirklich erstaunlich, dass die Hälfte schon um ist… es liegen nun täglich weniger Tage vor wie hinter mir. Andererseits denke ich mir aber auch, noch so lange?! Denn die Vorfreude ist natürlich groß, aber Vorfreude ist ja oft die beste Freude! 😉 Und unser kleiner Mann soll ruhig noch gaaaaanz lange da bleiben, wo er jetzt ist.

Der Bauch sieht jetzt schon ganz deutlich nach Babybäuchlein aus … die Bilder im hellblauen Shirt sind vom letzten Tag der 19. SSW zwar, aber zeigen das auch schon sehr gut. Die Bilder der 20. Woche muss ich noch heute oder morgen machen … Am Wochenende war einfach zu viel los hier und das Wetter sehr, sehr gut! 😉

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Der kleine Schnullertiger macht sich jetzt auch schon seit Mitte der 19. SSW bemerkbar und gerade seit letztem Donnerstag geht es immer gegen 18 Uhr rund im Bauch! Da wird wohl die Sportstunde abgehalten! 🙂 Am Samstag hat der werdende Papa auch die ersten Babytritte leicht am Bauch gespürt, das ist natürlich etwas ganz besonderes für ihn – und auch für mich. Der Bauch wird auch regelmäßig liebevoll gestreichelt und mit dem Kleinen gesprochen, ob er das so direkt wahrnehmen kann, weiß ich ja zwar nicht. Aber er soll sich ruhig an den Papa gewöhnen schon. 😉

Mache ich mir Sorgen oder ähnliches? Na klar, welche werdende Mutter (egal ob Erstgebärend oder nicht) macht sich keine Sorgen?! Aber unser Kleiner hat letzte Woche den Baby-TÜV (so nennt das unsere Ärztin) mit Bravur bestanden. Er ist immer noch ein paar Millimeter über der Norm, die Organe und Gliedmaßen sind genau da und genau so groß, wie sie sein sollen. Er turnt, dreht sich und macht gute Bewegungen, so wie es eben für einen Fötus in diesem Stadium sein soll. Das beruhig ungemein!

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Mache ich mir Gedanken über die Geburt? Gelegentlich, aber ich bin da sehr entspannt. Er soll eben so kommen, wie er kommen mag. Ich werden versuchen, dass er auf normalem Wege kommt – aus Erfahrungsberichten habe ich aber für mich beschlossen, keine Wehenfördernden Mittel mir geben zu lassen. Entweder er kommt so und es geht so voran, oder er muss eben geholt werden. Auch wenn er sich nicht drehen sollte, wird er geholt. Im Bauch drehen lassen oder in Steißlage rauspressen will ich ihn nicht. Einem Kaiserschnitt sehe ich auch gelassen entgegen, denn für mich ist die Hauptsache ein gesundes Baby. Alles andere drum herum wird sich fügen.

Wo will ich entbinden? Ganz klar im Kreissaal. Warum? Einfach weil meine Mutter schon viel Schwierigkeiten bei ihren Geburten hatte. Ich war schon ein schwieriger Fall, bei dem wir beide beinahe gestorben wären … und mein kleiner Bruder kam leider soooo zu früh, das ich jetzt nicht nähe dazu ausführen möchte. Aber das war für mich als damals 14-jährige ein sehr prägendes Erlebnis, so dass ich da eben dort sein möchte, wo uns auch direkt geholfen werden kann. Allerdings sage ich auch, es ist natürlich jedem selbst überlassen, wie und wo er entbindet. Nur für mich ist eben das der Weg, der mir am Besten erscheint …

Ach ja, Thema Hebamme ist auch so ein Punkt, an dem ich momentan vom ein oder anderen mir gut gemeinte Ratschläge geben lassen darf … denn ich habe mich zu spät gekümmert [SSW14!!!] (weil ich eben bei meiner Ärztin ein so gutes Gefühl habe und immer für mich ein offenes Ohr da ist, auch zwischen den Terminen, dass ich nur eine für nach der Geburt wollte). Aber die Geburt in der Urlaubssaison macht es fast unmöglich jemanden zu finden, so dass ich nun einfach nicht mehr suchen werde und will. Dies ist natürlich für viele nicht nachvollziehbar (und ich bitte auch darum, mir jetzt keine bösen Kommentare und gut gemeinte Meinungen dazu zu schreiben), aber ich habe das in Abstimmung mit meinem Mann und auch mit Informationen der Ärztin, wie ich anderweitig mir Hilfe holen kann bei Bedarf, so für mich beschlossen.

Und letztendlich haben die Hebammen der Bekannten auch nur einen Besuch zu Hause gemacht, sind bei Rückfragen oft nicht ans Telefon gegangen und haben dann auch nur darauf verwiesen, mit dem Kind zum Kinderarzt oder ins Krankenhaus zu fahren – oder eben zum Gyn, bei Mamabeschwerden. Und jemanden überreden zu müssen, mich noch zusätzlich on top anzunehmen und dann eine genervte Dame im Haus zu haben, die dafür eigentlich keine Zeit hat, weil ich eine zu viel an zu betreuenden Müttern bin, will ich dann auch einfach nicht. Das ist eben meine Entscheidung nun, dazu stehe ich auch. Und ich hoffe jetzt einfach darauf, dass mir hier kein Shitstorm von euch entgegen geschleudert wird. Denn wie oben schon geschrieben, ist es ja jedem selbst überlassen wie und wo er entbinden – und so ist es eben auch mit diesem Thema, der Erziehung und Kinderbetreuung. Und ich bitte euch, das so entsprechend zu respektieren. Danke.

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Weitere Erkentnisse, die ich schon gesammelt habe …

Man muss sich um alles sehr, sehr frühzeitig kümmern, wenn man etwas haben will. Der Geburtsvorbereitungskurs muss gerade in unserer Gegend bis zur 11. SSW gebucht werden (hab ich direkt schon in der 9. gemacht! 😉 ) Die Hebamme muss auch direkt schon bis dahin gesucht sein … am Besten direkt schon, wenn man den Frauenarzt anruft auch um die Hebamme kümmern, wenn man eine permanente Mitbetreuung will.

Sich schon im dritten Monat Gedanken über Kinderwagen, Autositz und Co machen. Die Sachen müssen bestellt werden und das kann je nach Hersteller bis zu 12 Woche dauern. Wir haben das auch schon ziemlich früh gemacht und dann dann in der 17. Woche (also in der zweiten Märzhälfte) alles bestellt. Das Zeug kommt nun bis spätestens Ende Juli … Wer also erst in der 25. Woche kaufen und bestellen geht, kann ggf. ohne das Zeug bei Geburt da stehen.

Noch ein Tipp, auch wenn ihr online bestellt, schaut euch das Zeug im Laden ein Mal an und lasst euch beraten. Denn ob ein Wagen oder Autositz euch zusagt, könnt ihr nur so feststellen. Darauf zu warten, dass er geliefert wird und dann ggf. neu zu suchen kann nach hinten losgehen. Auch wenn im Netzt steht, dass die Ware in 1-2 Wochen versendet wird kann es unter Umständen dennoch länger dauern … wenn die Onlinehändler eben auch beim Hersteller erst bestellen müssen …

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Namensfindung … auch so ein Punkt, den man erledigen muss. Wir haben uns für ein Mädchen recht leicht getan … der Junge war hingegen schon schwerer, aber wir haben es geschafft. Wir haben uns auch dafür entschieden, den Namen unseren nähen Verwandten zu sagen. Also unseren Eltern, dem Schwager und Schwägerin sowie den Neffen. Die Großtante hat ihn auch genannt bekommen. Das diese jetzt die Klappe halten sollen, haben wir nicht dazu gesagt … also mal sehen, wie die Flüsterpost rum geht! 😉 Wir waren uns mit dem Namen sehr sicher und lassen uns da auch nicht reinreden. Wir haben das als Eltern so festgelegt und basta. Aber wenn ihr unnötige, gut gemeinte oder blöde Kommentare zum Namen im Vorfeld vermeiden wollt mein Tipp an euch: Behaltet ihn für euch!

Denn auch für unseren Schnullertiger hagelte es ein paar Kommentare. Der erste Name ist ein sehr normaler Name, kommt aber nicht oft vor. Der Zweite ist ungewöhnlich und kann eben auch mit den unterschiedlichsten Dingen in Verbindung gebracht werden. Alles gute Dinge, aber unqualifizierte Äußerungen gab es dennoch. Den Namen unsere Kleinen behalten wir auch im Leben 2.0 für uns … an der ein oder anderen Näherei wird er vielleicht mal erscheinen, aber prinzipiell geht der richtige Name niemanden etwas an … finden wir. Auch ich nutze ja nur meinen zweiten Vornamen online und Herr Tigers Name ist ja auch weitestgehend unbekannt … bis auf einen Beitrag im Hochzeitsspecial. 😉

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Habe ich Bedenken, diesen Beitrag online zu stellen?

Ja, etwas schon. Denn das Internet ist eben doch auf Grund der Anonymität Nährboden für gemeine Kommentare und richtig böswillige Angreifungen. Meine Stammleser sind aber alles nette Leute und ich werde einfach auf blöde oder böswillige Kommentare nicht eingehen und sie unbeantwortet so stehen lassen. Auf Facebook wird er auf die Fanseite online gehen, teilen in Gruppen oder ähnliches werde ich ihn nicht. Denn provozieren werde ich einen möglichen Shitstorm nicht. Aber ich möchte mich einfach auch mitteilen und meinen Stammlesern einen kleinen Einblick gewähren.

Generell bin ich ja für jede Gedanken und Meinungen entsprechend offen, aber die müssen eben konstruktiv und nett formuliert sein, finde ich. Und eben – jedem das Seine … jeder so wie er will. Ich rede auch keinem von euch rein und will meine Meinung aufzwingen … wie oben schon geschrieben: Das ist eben meine individuelle Meinung und mein Weg für mich persönlich. Und nicht der goldene Weg oder mein Vorschlag für alle! Jeder muss selbst entscheiden und das ist ja auch gut so, dass wir alle nicht das Selbe machen wollen oder jeder die selbe Meinung oder Einstellung hat. Und darum bitte ich jeden von euch nun und ich denke, das bekommen wir bestimmt hin. 😉

Damit verabschiede ich mich von euch heute und wünsche euch einen tollen Montag! 😉 Wenn euch noch etwas zum Schnullertiger interessiert, dann schreibt es mir gerne in die Kommentare. Vielleicht werde ich das ein oder andere nicht beantworten, da es mir zu privat wird, aber ich werde es nach besten Wissen und meinem Gewissen für euch beantworten. 😉

4 Kommentare

  1. InaMaka sagt:

    Hallo EvA, ich gratuliere dir zu deiner ehrlichen Entscheidung… Ich habe in 3 Schwangerschaften keinen Geburtsvorbereitungskurs besucht und trotzdem waren alle Geburten schnell und relativ entspannt.. Naja die letzte vorallem schnell 😂 Auch ich habe mich bei der Großen gegen die Betreuung einer Hebamme entschieden, beim Mittleren wurde eine von der Gemeinde geschickt, aber wirklich was gebracht hat es mir nichts. Also habe ich beim Kleinen dann auch darauf verzichtet… Es ist einfach eine Entscheidung, die jeder selber entscheiden muss und ich finde du machst das sehr gut 😊 liebe Grüße Ursula

    1. Liebe Ursula,

      vielen Dank für deine Erfahrungen und deinen netten Kommentar. Den Vorbereitungskurs möchte ich schon machen, aber das Thema Hebamme ist für diese Schwangerschaft vom Tisch für mich! 🙂 Vielleicht sage ich bei der Nächsten, wenn es eine geben wird, etwas ganz anderes … man kann es ja nicht wissen.

      ❤️-lichst Eva

  2. sonja sagt:

    Liebe Eva,
    erstmal Glückwunsch, dass es alles so super läuft, das freut mich sehr für euch!
    Ich bin ja bekanntermaßen eine Verfechterin des Hebammenwesens und bedaure, dass ich bei meiner ersten Geburt keine Beleghebamme hatte bzw. ins Geburtshaus gegangen bin.

    Aber du hast recht – diese Entscheidung muss jede Frau für sich treffen, und ich habe meine Entscheidung damals aus ungefähr denselben gründen so getroffen – was nicht heißen muss, dass es bei dir genauso laufen wird.

    Das mit dem Namen ist so ein Thema – schont, dass ihr euch einig seid, da Kenn ich auch andere Geschichten *g*.
    Und was andere auch immer sagen mögen: wenn euer Kind erstmal da ist und seinen Namen trägt, wird die Namenswahl weniger Bedeutung haben. Ich meine damit: er heißt dann einfach so und basta.
    Und: speziell als Eltern und als mama wird man sich immer wieder stirnrunzeln, augenrollen und mehr oder weniger fundierte Kritik anhören müssen. *seufz*

    Man kann es nicht allen recht und auch nivht alles richtig machen Deshalb mache ich es dann so, wie ich es für richtig halte ;).

    Ich finde, ihr seid auf einem guten weg und ich bin gespannt, wie es bei euch weitergeht :).

    Alles gute für euch weiterhin!
    Sonja

    1. Liebe Sonja,

      ich finde Hebammen an und für sich sehr gut und nützliche, im Krankenhaus wird auch eine Beleghebamme dabei sein! Aber eben für die Vor- und Nachsorge habe ich mich nun dagegen entschieden. Wenn man zu Hause oder im Geburtshaus entbindet, finde ich es extrem wichtig, dass man seine Hebamme dann hat. Und ich bewundere dich für die Geburten im Geburtshaus.

      Aber gerade bei der ersten, und den Problemen die es eben in meiner Familie bei Schwangerschaften gabe, ist es für mich im Krankenhaus der richtige Weg. Vielleicht ändert sich das ja auch bei der nächsten?! Mal sehen!

      Ich denke auch, man kann es nicht allen recht machen und auch nicht alles richtig machen, jeder muss es so machen wie er es für richtig hält. Das ist ganz wichtig! Egal ob Schwangerschaft, Geburt, Erziehung oder generell das eigene Leben.

      Danke für deinen tollen Kommentar und die lieben Worte!

      ❤️-lichst Eva

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