Sonntag, 17. April 2016

3. Bericht zur PFAFF Quilt Ambition 2.0: Der Freihandnähfuß

Hallo meine lieben Nähbegeisterten,

heute gibt es den 3. Bericht zu meiner PFAFF quilt ambition 2.0, welche seit Januar in meinem Besitz ist. Dieser Bericht dreht sich um das Anbringen des Freihandnähfußes, mit dem man Freihandsticken, -nähen und Nähmalen kann. Die anderen Berichte zur PFAFF quilt ambition 2.0 könnt ihr HIER nachlesen.

Für mein Projekt „Flickwerk“ ist der Freihandnähfuß unerlässlich, doch leider habe ich es lange nicht verstanden, wie man den genau anbringt. Das Handbuch hat hier nicht wirklich etwas über diesen Fuß, was ich sehr schade finde. Auch Internetrecherchen haben nicht viel gebracht, allerdings gibt es auf der Seite von PFAFF ein Bild zum Fuß, der mich dann nach langem überlegen darauf gebracht hat, wie man den dran bekommt.

Mit der alten Maschine habe ich diesen Fuß nie verwendet und ich glaube, es gab ihn auch gar nicht dazu. Kann mich jetzt aber auch irren. Vielleicht ist das Anbringen ja auch auch bei allen Maschinen so, ich weiß es nicht. Ihr könnt mir ja gerne dazu etwas in den Kommentaren dazu schreiben.

Jedenfalls möchte ich euch heute zeigen, wie man diesen Fuß anbringen kann, was beachtet werden muss und wie sich der Fuß beim Nähen verhält.

Das Absenken des Transporters

Bevor ihr den Fuß anbringt empfehle ich euch als erstes, den Transporter abzusenken. Dies könnt ihr auch danach machen, aber nicht dass ihr es vergisst. Denn die Ergebnisse mit Transporter sind nicht so optimal, da ihr einfach nicht in alle Richtungen schieben könnt, wie ihr wollt.

So sieht es ja normalerweise aus, wenn der Transporter oben ist. Dies ist i. d. R. bei fast allem so.

Absenken könnt ihr ihn, wenn ihr den Ansteckbereich entfern, so dass nur noch der Freiarm da ist. Auf der Rückseite der Maschine ist unten ein kleiner Riegel „versteckt“, den ihr schieben müsst. Dann wird der Transporter versenkt.

Dann sollte es so aussehen.

Bitte denkt auch daran, dass ihr vor dem normalen Nähen den Transporter wieder anhebt. Wundert euch nicht, wenn dieser beim Schieben des Riegels nicht gleich wieder nach oben geht. Denn ich habe mich gewundert und dachte schon „Shit, jetzt hab ich sie kaputt gemacht!“. Senkt den Nähfuß mit dem Kniehebel ab und macht einen Stich. Dann geht der Transporter gleich nach oben. 😉

Das Anbringen des Freihandnähfußes

Entfernt euren Nähfuß zuerst, damit dieser nicht beschädigt wird. Jetzt nehmt ihr euch den Schraubenzieher, der mitgeliefert wurde … oder noch besser: einen aus der Werkzeugkiste, da die Schraube etwas streng beim ersten Mal zu öffnen ist.

Mit dem Schraubenzieher dreht ihr nun die Schraube (siehe Bild) raus und legt sie bei Seite. Jetzt könnt ihr den Nähfußhalter (heißt der so?!) einfach abziehen.

Jetzt steckt ihr den Freihandnähfuß auf den Stift, so dass die Feder auf der rechten Seite ist und schiebt ihn nach oben, bis es nicht mehr geht. Jetzt dreht ihr die Schraube wieder rein und fest.

So sollte es dann aussehen. Wenn ihr jetzt den Knieheben absenkt sollte zwischen dem Fuß und der Stichplatte noch etwas platz sein. Das dient dafür, dass ihr gut den Stoff schieben könnt, der normalerweise in einem Stickrahmen oder ähnlichem sein sollte, damit er straff liegt!

Das Nähen mit dem Freihandnähfuß

Ich habe den März vom Flickwerk damit genähmalt ohne Stickrahmen, da ich den natürlich nicht davor gekauft habe. Dabei ist mir aufgefallen, dass nach vorne und zurück nähen leichter und schöner ging als nach rechts und links. ich vermute mal, es liegt daran, dass der Stoff nicht gespannt war.

Das Nähen ist so etwas gewöhnungsbedürftig, da ihr keine gleichmäßigen Stiche habt sondern die Stiche so werden, wie ihr den Stoff bewegt. Ihr seit also der „Transporter“ und je nachdem wie gleichmäßig ihr schiebt und zieht, so werden auch die Größen der Stiche.

Alles in allem bin ich ganz zufrieden mit dem Ergebnis gewesen.

Mein Fazit

Ich persönlich bin etwas über das Handbuch in diesem Fall enttäuscht, da es ruhig eine Anleitung für den Fuß geben hätte können. Denn immerhin ist das kein normaler Wechsel des Fußes! Und ich frage mich auch, warum man den nicht als normalen „Clip on“ hat machen können. Das wäre doch sicher auch gegangen, oder?!

Der  Fuß an und für sich sieht sehr hochwertig aus und die Feder geht gut mit. Ich habe im Netz gesehen, dass nicht alle Freihandnähfüße die Lücke vorne haben. Diese ist aber durchaus praktisch, da so immer gesehen wird, wo die Nadel in den Stoff sticht. Da ich das erste Mal mit so einem Fuß jetzt genäht habe, kann ich ihn nicht wirklich mit der alten oder anderen Maschinen vergleichen.

Wie sind eure Erfahrungen mit dem Freihandnähfuß? Wie sieht eurer aus und wie wird dieser bei eurer Maschine befestigt? Auch so komisch?! Habt ihr ein paar Tricks und Kniffe, wie man damit gut nähen kann? Bin schon gespannt!

Schönen Sonntag euch allen

2 Kommentare

  1. Zwergs Welt sagt:

    Ah, so hab ich meinen Obertransportfuß an der W6 anbringen müssen, verstehe. Muss den auch mal ausprobieren, dann melde ich dir zurück 😀

    Liebe Grüße,
    Anna

    1. Bin schon gespannt, was du zu ihm sagst 🙂 Wenn man es weiß ist es ja recht logisch … aber ich habe dafür echt lange gebraucht um das rauszufinden! *lach*

      <3-lichst eVa

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