Freitag, 18. September 2015

Video: Wir nähen die „ZAHNfee“

Hallo meine lieben Nähbegeisterten,

die ein oder andere Mama, Oma und Tante kennt das bestimt: „Gugg mal! Der wackelt voll!“ und Schwupps ist der Zahn auch schon in der Hand.

Und natürlich, wie es der Brauch so will, wird der verlorene Zahn unter das Kopfkissen gelegt und die Zahnfee bring dafür meist ein Geldstückchen.

Damit die Zahnfee sich nachts und der kleine (B)Engel am nächsten Morgen sich mit dem Suchen nicht so schwer tut, zeige ich euch wie ihr schnell und einfach ein Täschlein in Form eines Zahns nähen könnt.

Die Video-Anleitung:

Meine Mr. und Mrs. ZAHNfee …

… sind aus weißem SnapPap, ihr könnt diese aber natürlich auch z. B. aus Filz oder Stoff nähen. SnapPap bietet sich aber sehr gut an, da der kleine (B)Engel sich dann sein Zähnlein selbst mit Filzstiften gestallten kann.

Ihr wollt es nachnähen?

Den Schnitt bekommt ihr in meinem kostenlosen FReeBooK „ZAHNfee“, welches ihr unter FReeBooKS downloaden könnt.

Das Video könnt ihr euch wie immer auch unter TuToRiaLS sowie auf meinem YouTube-Channel ansehen.

 Hier noch ein paar Bilder zu Mr. und Mrs. ZAHNfee:

Und ein bisschen Wissen für euch zur Zahnfee darf natürlich auch nicht fehlen:

Brauch fast aller Kulturen*

Rituale im Zusammenhang mit dem Verlust der Milchzähne gibt es in fast allen Kulturen aber der Ursprung des Zahnfee-Mythos wird in England oder Irland vermutet: Im Mittelalter erzählten dort Eltern ihren Kindern, dass sie ihre verlorenen Zähne ins Feuer werfen sollten, um nach ihrem Tod nicht mehr darauf aufpassen zu müssen. Eine andere Version des Brauchs lautete, den Zahn in eine Ecke zu legen, um dafür den guten Zahn eines Tiers, meist einer Maus oder Ratte, zu bekommen.

ausgefallener Milchzahn

Später hieß es, Kinder sollten ihre ausgefallenen Zähne behalten oder verbrennen, damit keine Hexen sie in die Hände bekommen. Man glaubte, dass böse Hexen die Macht über jemanden ergreifen, sobald sie einen Teil von ihm, wie eben einen Zahn, verbrennen. Es war wohl dieser Brauch, auf den die Wichtigkeit, auf seine verlorenen Zähne aufzupassen zurückgeht. Außerdem brachte er die Kinderzähne mit Zauberei in Verbindung.

Die Zahnfee selbst hat sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts in der anglo-amerikanischen Folklore etabliert. Doch auch in Deutschland legt die Zahnfee mittlerweile nachts vielen Kindern eine Überraschung unter das Kopfkissen. Sogar einige Zahnärzte bezeichnen sich heute als „Assistent der Zahnfee“, um Kindern die Angst vor der Zahnbehandlung zu nehmen.

Das Vergolden des ersten Milchzahnes ist eine exklusive Variante dieses Brauches und kann bei der „Milchzahnfee“ umgesetzt werden!

Diese Bräuche sind in anderen Ländern üblich:*

  • In Russland legen die Kinder ihr erstes „Mausezähnchen“ für die Mäuschen unter das Bett.
  • In Japan wirft man die ausgefallenen Milchzähne des Unterkiefers unter die Veranda, die des Oberkiefers werden auf das Hausdach geworfen.
  • In der Schweiz holt nachts die Ameise den Wackelzahn ab und lässt ein Geldstück da.
  • Und in Polen pflanzen die Kinder ihren ersten ausgefallenen Zahn im Garten ein, damit die neuen Zähne gut wachsen.

Wie gefällt euch denn die Idee mit meiner „ZAHNfee“?

Macht ihr das mit euren Kindern auch so mit dem verlorenen Milchzahn?

Oder wie läuft das bei euch ab?

Euch allen ein schönes Wochenende

* Informationen von „Milchzahnfee“

2 Kommentare

  1. Julie sagt:

    Hallo Eva,
    das Video kannte ich noch gar nicht! Das kommt mir sehr gut gelegen, denn mein Sohn hat einen Wackelzahn!!! 😉
    LG Julie

    1. Liebe Julie,

      echt? Das ist ja schon total alt! *lach* Aber es sind ja auch viele Beiträge und Videos …
      Viel Spaß beim Nachnähen und Besuch der Zahnfee haben! :-*

      ❤️-lichst Eva

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.