Montag, 14. September 2015

DIY: Wir basteln uns eine Bügelbrett für auf die Schneidematte

Hallo meine lieben Nähbegeisterten,

am Freitag habe ich euch in meinem Bericht über die Umräumaktion in meinem Nähzimmer mein neues Bügelbrettchen vorgestellt und versprochen, dass ich euch heute die DIY-Bastelanleitung zeige!

Ich habe das Bügelbrettchen jetzt eine Woche täglich mehrmals getestet und ich bin echt hin und weg! Warum habe ich das nicht schon viel eher gemacht?! Die Idee dazu hatte ich ja bereits schon letzten Herbst … aber dann hab ich es doch nicht umgesetzt, weil …. ach, ich weiß den Grund gar nicht mehr dafür!

Um euch auch so ein tolles und praktisches Accessoire für’s Nähzimmer zu basteln

benötigt ihr folgendes:

  • Ein Holzbrett (meines ist ein fertig zugeschnittenes und abgepacktes Fichten-Brett aus dem Baumarkt mit den Maßen 80  cm x 40 cm gewesen)
  • Bügelunterlagenvlies in den Maßen des Bretts
  • Bügelfester Stoff, der auch die höchste Hitze-Stufe mitmacht in den Maßen des Bretts mal 2 (in meinem Fall also 160 cm x 80 cm; mein Stoff ist feste Baumwolle ähnlich Canvas aus dem Fundus meiner Oma)
  • Schere
  • Doppelseitiges Klebeband
  • Nadel und Faden
  • oder, wenn ihr so etwas habt einen Schlagtacker/Hammertacker (den hab ich zwar, aber das war mir jetzt am Sonntag zu viel Krach 🙂 )

Und so wird’s gemacht:

1.

Schneidet euch euren Stoffbezug sowie das Bügelunterlagenvlies entsprechend zurecht.

2.

Legt euch euren Stoff des künftigen Bügelbrettbezug mit der rechten/schönen Seite nach unten auf den Boden (oder wohin auch immer, aber der Boden ist dafür ziemlich geeignet).

3.

Jetzt legt ihr auf den Stoffbezug das Bügelvlies, so dass es genau mittig auf dem Stoff liegt.

4.

Nun kommt das Brett noch auf das Vlies.

5.

Jetzt schlagt ihr die oberen beiden Ecken des Stoffs ein, so dass sie auf dem Brett ein gleichschenkliges Dreieick bilden. (Siehe Bild)

6.

Die eingeschlagenen Ecken werden jetzt mit doppelseitigem Klebeband fixiert!

7.

Als nächstes klappt ihr das Stoffstück, dass nun oben zwischen den Dreiecken entstanden ist, ebenfalls runter auf das Brett. (siehe bild) Dieses wird natürlich ebenfalls wieder mit doppelseitigem Klebeband fixiert.

8.

Nun wiederholt ihr Schritt 5 und 6 an den unteren Ecken!

9.

Und natürlich jetzt noch Schritt 7 mit dem Stoffstück zwischen den Dreiecken unten.

10.

Wenn ihr solche Lücken haben solltet, kein Problem! Das könnt ihr jetzt beim nächsten Schritt wieder durch ziehen und zusammennähen mit Nadel und Faden ausbessern!

11.

Ihr könnt entweder den Matzratzenstich anwenden oder einen Heftstich. Ich habe mich für einen Heftstich entschieden, weil ich der Meinung bin, dass dieser hier besser hält und die Nähte eh auf der Unterseite sind. ich habe auch nur für das Bild für euch einen gelben Faden verwendet, damit man die Naht ordentlich erkennen kann. Meine Nähte fertigen sind mit transparentem Kunststofffaden genäht.

12.

Ich habe zum Nähen eine Polsternaden hergenommen, diese ist rund und man kommt so ziemlich flott voran. Mit einer normalen Nadel geht das aber natürlich auch.

13.

Legt den Faden in eurer Handnähnadel doppellagig und verknotet die Enden, so dass der Faden nicht mehr rausrutschen kann.

14.

Setzt jetzt eure erste Naht. Dafür stecht ihr in die erste Seite des Stoffes und dann in die zweite. Jetzt fädelt ihr den Faden durch die Schlaufe, die durch den Knoten vor der Naht entstanden ist und könnt so den Faden am Anfang verriegeln. Wiederholt diesen Schritt ein bis zwei Mal, damit es auch wirklich nicht mehr aufgehen kann.

15.

Jetzt näht ihr so weiter, dass die Naht wie auf dem Bild aussieht. Dafür stecht ihr von oben kommend diagonal in den unteren Stoff auf der Innenseite nach oben wieder in den oberen Stoff. Wenn ihr ein paar dieser Stiche gemacht habt, könnt ihr den Faden vorsichtig straff ziehen und so eine schöne und zusammengezogene Naht entstehen lassen. So würde auch der evtl. entstandene Falt-Fehler unter Punkt 10 verschwinden! 😉

16.

Am Ende verriegelt ihr eure Naht ebenfalls wieder, damit diese hier auch nicht aufgeht. Dafür macht ihr einen normalen Stich und schiebt die Nadel durch die entstandene Schlaufe des Stiches. Das wiederholt ihr ebenfalls ein bis zwei Mal und vernäht dann nochmal den Faden.

17.

Jetzt noch den Faden abschneiden und ihr seit fertig! Ging doch eigentlich recht einfach, oder?

Und wenn ihr grade nicht bügelt, könnt ihr das Bügelbrettchen einfach neben euren Schneidebereich stellen! So müsst ihr nicht das doofe Bügelbrett aufbauen und im Weg rumstehen haben! 🙂

Was haltet ihr denn von der Idee oder habt ihr auch so etwas ähnliches?

Schreibt es mir gerne in die Kommentare!

Euch allen einen guten Start in die neue Woche und bis bald

4 Kommentare

  1. Echt tolle Idee 🙂 Hast du super umgesetzt.

  2. Sonja sagt:

    WoW! Ich bin leider nicht so Kreativ. Wirklich toll gemacht. Ich hab nur ein ganz normales Bügelbrett 😉
    Viele Grüße!

    1. Liebe Sonja,

      danke.

      ❤️-lichst Eva

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